Förderprogramm läuft aus

Die Dankurkunde für ÜPW-Marktrat Manfred Müller (links) kam aus dem Innenministerium, ausgehändigt hat sie am Mittwoch Bürgermeister Manfred Rodde (rechts). Bild: Dobler
Lokales
Schwarzenfeld
07.11.2014
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Nachdenken über die Zukunft Schwarzenfelds - dazu existieren jetzt von verschiedenen Seiten Initiativen. Wichtige Informationen darüber gab es am Mittwoch im Marktrat. Klar wurde, dass das Fassadenprogramm des Marktes 2016 ausläuft.

Der städtebauliche Berater des Marktes, Dr. Emil Lehner vom Weidner Büro SHL, empfahl dem Gremium, ISEK zu beantragen. Das ist ein Entwicklungskonzept für Schwarzenfeld, das mit Mitteln aus der bayerischen Städtebauförderung finanziert wird. 70 000 Euro wird der ISEK-Prozess überschlagsmäßig kosten, verteilt auf zwei Haushaltsjahre.

In dieser Zeit wird es Untersuchungen geben zu allen Aspekten des Lebens, Wohnens und Arbeitens in Schwarzenfeld, Workshops werden sich Gedanken machen und professionelle Städteplaner das Nachdenken leiten und zusammenfassen. Ziel ist, herauszufinden, wie man die Gemeinde für die Zukunft fit und attraktiv macht. Dr. Lehner sprach den Räten Mut zu: "Schwarzenfeld ist im Regensburger Sog, einer sehr zukunftsfähigen Region."

Kaum Nachfrage

"Das große Thema ist die Bevölkerungsentwicklung", sagte der Berater. Es gebe kein Patentrezept, aber es sei klar, dass es nicht reiche, den Ort mit Fassadenprogrammen aufzuhübschen. Als Konsequenz daraus entschieden die Räte am Mittwoch, das kommunale Förderprogramm für die Sanierung von Wohnhäusern auslaufen zu lassen. Noch bis Ende 2016 gibt es Geld - insgesamt 40 000 Euro für 2015 und 2016, aber maximal 10 000 Euro pro Einzelmaßnahme - dann ist Schluss.

Die Nachfrage nach den Geldern aus dem Topf des Marktes war eh nicht berauschend, wie sich in den letzten 16 Jahren gezeigt hat, seit das Förderprogramm existiert. Nur sieben Anwesen wurden entsprechend den Vorschlägen des städtebaulichen Beraters saniert, umgestaltet oder umgebaut und mit einer Förderung ausgestattet. Gezahlt hat der Markt dafür 46 500 Euro, weitere 20 000 Euro gingen an das Beraterbüro SHL. 60 Prozent der Summen kamen aus dem Bayerischen Städtebauförderungsprogramm wieder zurück in die Kassen des Marktes.

Teuere Vorhaben

In einer Bedarfsmitteilung für die Städtebauförderung, die an die Regierung der Oberpfalz geschickt wird, finden sich als angemeldete Einzelmaßnahmen die Neugestaltung des ehemaligen Brauereigeländes (jetzt Parkplatz), die 330 000 Euro kosten wird; dazu kommt die geplante Renovierung des ehemaligen Schulhauses in der Pfarrgasse 2 (265 000 Euro), die Gestaltung der Miesbergallee (475 000 Euro) sowie 250 000 Euro, mit denen der Markt leerstehende Gebäude im Ortskern kaufen will, um das Zentrum zu beleben.
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