Friedhöfe mit Prämierung

Für den prämierten Friedhof in Gaisthal nahmen die Schönseer Bürgermeisterin Brigitte Höcherl (Zweite von rechts) und der örtliche Gartenbauvereins-Vorsitzende Audi Lurbiecki (Zweiter von links) bei der Hauptversammlung des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege die Auszeichnungen entgegen. Bild: Dobler
Lokales
Schwarzenfeld
02.11.2015
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Der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege hat einen Wettbewerb ausgelobt, der positive Beispiele der Friedhofgestaltung herausstellen und Impulse zur Orientierung und Nachahmung geben will. Im Landkreis wurden nun einige Friedhöfe prämiert.

Ort für die Auszeichnung von zehn Trägern kommunaler und kirchlicher Friedhöfe war die Hauptversammlung des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege Schwandorf, die im Saal des Schwarzenfelder Jugendheims über die Bühne ging.

Kreisverbands-Geschäftsführerin Heidi Schmid, die die Bewertungskommission geleitet hatte, stellte die Ergebnisse vor und kommentierte sie. Sie wies darauf hin, dass der Friedhof immer auch ein Ort sei, an dem gesellschaftlicher Wandel ablesbar ist. Mit dem Wettbewerb sollten Möglichkeiten für einen sensiblen Umgang mit der Friedhofentwicklung aufgezeigt werden, die sowohl einem respektvollen Eingehen auf die Bedürfnisse der Hinterbliebenen als auch den lokalen Prägungen der Friedhöfe gerecht werden.

Gartler engagieren sich

Als Sieger wurde der Friedhof in Gaisthal (Gemeinde Schönsee) ausgezeichnet. Diesem Friedhof fühlt sich der örtliche Gartenbauverein seit 30 Jahren verpflichtet. Er übernimmt bis heute nicht nur die Pflege, sondern organisiert immer wieder Umgestaltungsaktionen hin zum "Grünen Friedhof". So wurden umfangreiche Pflanzmaßnahmen mit groß- und kleinkronigen Bäumen vorgenommen und die kiesabgedeckten Grabzwischenräume fast vollständig durch Rasenflächen ersetzt. Die Stadt Schönsee hat als Friedhofträger Bereiche für neue Beisetzungsformen wie Urnenerd- und Baumbestattungen geplant.

Auch ein "Naturfriedhof"

Auf den zweiten Platz kam der Evangelische Friedhof Maxhütte-Haidhof. Er wurde 1906 im Kirchenumfeld errichtet und seitdem zweimal erweitert, zuletzt im Bereich des ehemaligen Pfarrgartens mit Erdgräbern ohne Steineinfassung, Urnenerdgräbern und Baumbestattungen. "Der Friedhof ist gut eingebunden in Kirchenumgriff und Wohnbebauung", hieß es, "und die Kirchengemeinde legt als Träger des Friedhofs großen Wert auf die Durchgrünung der Anlage und die ökologische Bewirtschaftung".

Gleichberechtigt auf den dritten Platz kamen der Friedhof in Pertolzhofen (Gemeinde Niedermurach) und der Städtische Friedhof Schwandorf. Ursprünglich 1878 an einem Hang außerhalb der Ortschaft erbaut, befindet sich der Friedhof in Pertolzhofen heute mitten in der Ortschaft. Prägend sind große Linden im Eingangsbereich beim Kriegerdenkmal sowie entlang der Friedhofsmauer. Die Pflege obliegt dem Gartenbauverein und der Kirchenverwaltung. Jüngste Baumaßnahme war die Renovierung der Aussegnungshalle.

Der Städtische Friedhof Schwandorf wurde im September 1922 eingeweiht. Ab 1935 wurde der Flächenfriedhof auf dem angrenzenden Hang ständig erweitert und bildet heute den Waldfriedhof mit seiner Stufenanlage. Der Friedhof bietet Platz für mehrere Ehrengräber und die unterschiedlichen Grabarten, von Erdgräbern über Urnennischen und Urnenerdgräbern bis zu den neu ausgewiesenen Flächen für Urnensäulen und Baumbestattungen.

Alle weiteren Teilnehmer wurden mit einer Urkunde für ihre guten Leistungen in der Gestaltung der unterschiedlichen Friedhöfe ausgezeichnet. Das waren der Friedhof in Högling, der neue Naturfriedhof in Stefling bei Nittenau, der Friedhof in Stulln, der in Dautersdorf (Gemeinde Thanstein) und in Thanstein selbst, sowie der Friedhof in Woppenhof (Wernberg-Köblitz).

Neuer Verein kommt dazu

Beim Rechenschaftsbericht über das vergangene Jahr war zu erfahren, dass der Kreisverband zahlreiche Aktionen organisiert hatte und viel Wert auf Nachwuchsarbeit legte. Derzeit sind im Kreisverband 91 Gartenbauvereine vereinigt, die 16 740 Mitglieder zählen. Ein Gartenbauverein ist neu dazugekommen: der von Glaubendorf-Woppenhof (Wernberg-Köblitz) mit seinen 52 Mitgliedern.
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