Führend in Sachen Fliesen

Vertriebsleiter Johann Amann (vorne) und der Leiter des Architektenservice, Andreas Kramer (links), führten Landrat Thomas Ebeling (Zweiter von rechts) und einige Kreisräte und Verwaltungsbeamte durch das Werk Schwarzenfeld der Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG. Bild: Götz
Lokales
Schwarzenfeld
17.03.2015
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Wenn Andreas Kramer TV-Nachrichten einschaltet, sieht er im Vorspann Produkte seiner Firma. Dass das dem Mann aus der Führungsriege der Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG unangenehm wäre, kann man nicht behaupten, im Gegenteil. Der Stolz auf den Betrieb teilte sich nun auch Landrat Thomas Ebeling mit.

Das Unternehmen mit dem langen und schwer auszusprechenden Namen ist nicht nur bei Ebeling und den ihn begleitenden Kreisräten eher als "Buchtal" bekannt. Dass diese alteingesessene, wiewohl überholte Bezeichnung nicht in Vergessenheit gerät, dafür sorgt schon die Postanschrift des Werkes: "Buchtal 1". Beim zugehörigen Ort wird es schon komplizierter. "Das 74 Hektar große Werksgelände liegt nämlich auf drei Gemeindegebieten", erläuterte Andreas Kramer, der Leiter des Architektenservice, schmunzelnd den Besuchern - "dem von Schwarzenfeld, dem von Fensterbach und dem von Schmidgaden".

Wenn man sagt, dass im Werk Buchtal keramische Fliesen hergestellt werden, so ist das richtig, deutet aber nicht einmal ansatzweise die Vielfalt der dortigen Fliesen-Produktion an, denn 18 000 verschiedene Artikel sind im Angebot. Besonders aufmerksam gemacht wurden der Landrat und seine Begleiter auf die sogenannten Keraion-Großplatten. Mit denen stieg der Betrieb in den 1960er Jahren erfolgreich in die Fliesen-Verkleidung von Fassaden ein.

Das "Made in Germany" der Fliesenhersteller ist beliebt in 86 Ländern, denn Qualität wird bei den Buchtalern groß geschrieben "Bei uns ist der Export sehr wichtig", versicherten Andreas Kramer und Vertriebsleiter Johann Amann, die die Kommunalpolitiker durch das Werk führten. Fast jede zweite Fliese geht ins Ausland.

2014 gutes Geschäftsjahr

Das Geschäft brummt, der Umsatz im vergangenen Jahr machte die Verantwortlichen glücklich. Drei Millionen Quadratmeter Fliesen sind es, die Buchtal jährlich verlassen. Besonders zufrieden ist man, dass 2010/2011, als es dem Unternehmen nicht so gut ging wie heute, sozusagen "antizyklisch" groß ins Werk investiert wurde. Das kommt jetzt der gestiegenen Produktion zugute.

In der Architekturkeramik sieht sich die Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG als Marktführer - nicht zuletzt vor dem Hintergrund der weltweiten Betreuung von rund 120 000 Architekten und Planern, denen eine speziell auf den Objektbau ausgerichtete Farb- und Formatvielfalt angeboten werden kann. Auch im keramischen Mosaik belegt man die Spitzenposition im Markt. Dass auch viele Bauten im Renommee wie das Imax-Kino auf dem Potsdamer Platz in Berlin, mit Buchtal-Fliesen verkleidet sind, freut Amann und Kramer besonders. Auch, weil beim Vorspann einer TV-Nachrichtensendung ein kurzer Schwenk jeden Tag eben diese Fliesen zeigt.
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