Gott im Alltag begegnen

Kolping-Diözesanpräses Stefan Wissel setzte sich bei einem gut besuchten Vortrag im Jugendheim mit dem Thema "Gott im Alltag begegnen" auseinander. Bild: Baehnisch
Lokales
Schwarzenfeld
16.10.2015
31
0

Dass alle Menschen eine Familie sind, wie Diözesanpräses Stefan Wissel bei der Kolpingfamilie betonte, hat in Zeiten der massenhaften Fluchtbewegungen natürlich auch eine politische Seite. Aber der Sozialverband sieht sich in seiner Ansicht von Gott getragen.

"Gott im Alltag begegnen" war das große Thema im Vortrag des Diözesanpräses, der im Jugendheim vor gut 40 Zuhörern sprach. Für ihn war klar: Gott im Alltag begegnen heiße, den Nächsten begegnen. Dabei gehe es nicht zuletzt um Nähe, die von vielen so sehnlich gewünscht werde. Mit einem Werbefilm einer Telefonfirma stieg Wissel in seine Ausführungen ein, da auch dort Nähe sinnfällig thematisiert wurde.

"Menschen brauchen die Nähe Gottes", war sich der Geistliche sicher. Dabei sei der Mensch ein "Hörender", der durchaus eine Antwort von Gott erwarten könne. "Wir finden Gott in der Not und wir finden ihn im Nächsten", sagte Wissel und benannte damit einen christlichen Optimismus, der in oft glaubensfernen Zeiten gar nicht mehr so selbstverständlich ist.

Wichtig ist für den Diözesanpräses auch etwas anderes: Dass nämlich zur Begegnung mit Gott auch Muse und Kontemplation gehört - also Zeit zum Ruhen, zum Träumen und auch zum Gebet. So könne man den Zuspruch von Gott im Alltag erfahren. Der Diözesanpräses zitierte den seligen Gesellenvater Adolph Kolping: "Auf dem Glauben fußt das Leben." Dann funktioniere auch das soziale Leben, wo Menschen alleingelassen seien. Der Glaube an Gott helfe dem Menschen weiter, wenn man zu glauben scheint, es geht nicht mehr. Wer eine feste Hoffnung auf Gott hin habe, den könne nichts erschüttern.

Fürsorge füreinander

Wissel untermauerte den Anspruch der Vereinigung, ein Sozialverband zu sein. "Die Kolpingsfamilie ist ein soziales Netzwerk, das gekennzeichnet ist von der Fürsorge und der Verantwortung der Mitglieder füreinander", heißt es im Selbstverständnis der Vereinigung. Als Teil der Zivilgesellschaft wollen Kolpingsfamilien das Gemeindebild und die Lebensverhältnisse der Menschen gestalten und prägen.

Mit dem Motto "verantwortlich leben, solidarisch handeln" habe der Verband die Zielsetzung Adolph Kolpings aufgegriffen, sich als guter Christ in Familie, Beruf und Arbeitswelt, Staat und Gesellschaft zu bewähren.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.