Granitbildnis an der Nabburger Straße saniert
Tafel in neuem Glanz

Lokales
Schwarzenfeld
28.04.2015
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Eine Wegtafel mit ihrem tiefsinnigen und religiösen Text hat eine Vergangenheit, die wohl den wenigsten Marktbewohnern bekannt sein dürfte. "Wer sagt, es gibt keinen Gott, dem ist er im Wege": Eingelassen in ein geschwungenes Granitgebilde, zeigt sich dieser Schriftsatz schon seit Zeiten vor dem Zweiten Weltkrieg dem Betrachter, der auf der früheren B 15 und heutigen Nabburger Straße auf Höhe der Schule ortsauswärts unterwegs ist.

Der tiefgläubige Schreinermeister Josef Greger hat diese Tafel seinerzeit auf seinem Grundstück angebracht. Die politischen Verhältnisse während der Zeit des Nationalsozialismus zwangen den Eigentümer dazu, die Tafel vorübergehend zu entfernen und in einem Versteck auf seinem Heuboden in der Unteren Ringstraße zu verstauen. Feierlich geschmückt und an der Außenwand seiner Schreinerwerkstatt angebracht, diente die Tafel in der Nachkriegszeit als frommer Wegbegleiter bei der Fronleichnamsprozession, die bis zur Erbauung der Marienkirche im Jahre 1954 seinen Weg über die Untere Ringstraße zur Alten Pfarrkirche genommen hatte.

Eine Stützmauer, die das höher gelegene Grundstück, das heute im Eigentum von Pfarrer Hannes Lorenz aus Nabburg ist, stabilisierte, diente bis 2006 als Fundament für Granittafel und Fassung. Beim Ausbau der Nabburger Straße wurde dieses Glaubenszeugnis weiter nach hinten versetzt. Bei den Urenkeln des damaligen Stifters der Tafel, bei Hannes Lorenz sowie dessen Cousins Georg und Josef Greger reifte nun der Entschluss, dieses standhafte Vermächtnis des Urgroßvaters zu sanieren und neu anzubringen.

Gesegnet wurde das Granitbildnis beim traditionellen Markusbittgang, der seinen Weg am Montag über die Nabburger Straße zur Miesbergkirche nahm.
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