Gute Milch braucht Wasser

Die Naabtaler Milchwerke reichten zwei Bauanträge ein: Das Unternehmen vergrößert auf ihrem Gelände die Eiswasseranlage und errichtet einen neuen Frischwassertank. Bild: mab
Lokales
Schwarzenfeld
09.10.2015
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Die Naabtaler Milchwerke erweitern: Zum einen wird die Eiswasseranlage vergrößert und zum anderen ein neuer Frischwassertank gebaut.

Dem Bauausschuss lagen in seiner letzten Sitzung die beiden Anträge vor. Die Milchwerke planen, die bereits vorhandene Eiswasseranlage - ein Silo-Eisspeichersystem - im südlichen Bereich des Molkereigebäudes mit einer zusätzlichen, leistungsflexiblen Kältekomponente auszustatten und zu erweitern. Die Maßnahme ist aufgrund der immer häufiger auftretenden Schwankungen der Umgebungstemperaturen erforderlich, so Bauamtsleiter Gerhard Brunner. Durch die Eiswasservorkühlung wird eine konstante Temperatur der Milchprodukte erreicht, um die hohen Gesetzesauflagen und Kundenanforderungen weiter zu erfüllen. Das Vorhaben liegt im Industriegebiet und entspricht den Festsetzungen des Bebauungsplanes.

Für 130 000 Liter

Außerdem müssen die Milchwerke ihre Frischwassertanks erweitern. Zu den bereits vorhandenen Tanks an der südlichen Seite des Molkereigebäudes soll ein weiterer mit 130 000 Liter Fassungsvermögen und entsprechender Fundamentierung errichtet werden. Damit möchte man künftige Entnahmeschwankungen besser ausgleichen. Es kann dann auf den Vorlagewassertank zurückgegriffen werden, ohne dass es im Wassernetz zu Einbrüchen beim Wasserdruck kommt, erläuterte Brunner.

Auf entsprechende Fragen der Markträte Hans-Peter Hierl und Gabi Wittleben erläuterte Bürgermeister Manfred Rodde, dass die Marktgemeinde im Wasserbezug an die Kapazitätsgrenze gelange. Derzeit könne der Bedarf gedeckt werden. Doch die Prognosen der Milchwerke gehen von enormen Steigerungen aus. Der Wachstumskurs sei größer als die Einsparmöglichkeiten in der Anlage. Die Produktionsmenge löse den Wasserbedarf aus. Die Gemeinde stehe mit ihren Fachleuten in Kontakt, um zu sehen, wohin die Reise gehen wird - in Richtung eines neuen Brunnens oder anderweitiger Bezugsmöglichkeiten. "Das wird unser nächstes Thema", so Rodde.

Keine Einwände

Ein weiterer Bauantrag lag von Günter Lehner vor, der seine Ausstellungshalle in der Amberger Straße 48 erweitern und eine Kraftfahrzeughalle anbauen will. Konkret soll im Nordwesten des Grundstücks eine Dialog-Annahme (Grundfläche 59 Quadratmeter) angebaut und nach Süden hin die bestehende Ausstellungshalle um 207 Quadratmeter erweitert werden. Im Mischgebiet ist dies zulässig. Das gemeindliche Einvernehmen wurde erteilt.

Bürgermeister Manfred Rodde sprach auch kurz den baulichen Zustand der Mühlgrabenbrücke in Pretzabruck an. Sie sei nicht mehr zeitgemäß - weder baulich noch verkehrstechnisch. Das Ingenieurbüro Wellnhofer&Partner Schwandorf wurde mit einer Machbarkeitsstudie zur Instandsetzung beziehungsweise Erneuerung beauftragt. Das Ergebnis wird voraussichtlich im November/Dezember vorliegen. Dann wird sich der Markt mit dem Thema erneut befassen.

Um das Gebiet südlich der Staatsstraße besser an die Verbrauchermärkte "am Gleis" anzubinden, würde man gerne eine entsprechende Fußgängerquerung haben. Ob sie durchsetzbar ist, soll eine Verkehrszählung - Fußgänger und Autos - zeigen, die aber erst Sinn macht, wenn die Staatsstraße nicht mehr Umleitungsstrecke ist.
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