Haste Töne!

Der Klang der Formation "Die jungen Tenöre" erfreut in der Sportparkhalle in sängerischer Qualität wie im Können der Instrumental-Begleiter. Bild: Baehnisch
Lokales
Schwarzenfeld
29.09.2015
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"Die jungen Tenöre" gestalteten im Jubiläumsjahr des Marktes Schwarzenfeld ein Konzert in der Sportparkhalle. Das Interesse war riesengroß.

Freie Plätze waren Fehlanzeige, als "Die jungen Tenöre" am frühen Sonntagabend in der Sportparkhalle auftraten. Als Teil des Festprogramms im Jubiläumsjahr "Ein JahrTausend Schwarzenfeld 1015 - 2015" fand die Veranstaltung mit den drei Sängern Hans Hitzeroth, Hubert Schmid und Ilja Martin statt. Instrumentale Unterstützung erhielten sie von Stefan Reiser an Klarinette oder Saxofon, Florian Schäfer am Klavier und Karsten Gnettner am Kontrabass oder der Bass-Gitarre.

Mit dem Evergreen "La donna e mobile" begann die Vortragsfolge und schon hier zeigten die Sänger ihre Fähigkeit, aufeinander zu hören und miteinander die Töne wirken zu lassen. Das führten sie fort in "O sole mio" und "Nessun dorma". Drei hohe Männerstimmen, verstärkt durch Mikrofone, erzeugten auf jeden Fall einen großartigen Klang, egal, ob sie sich im Gesang abwechselten oder gar gemeinsam sangen.

Publikum singt mit

Bei "Funiculi" sang dann sogar das Publikum den Refrain mit. Zwischendurch gab es auch ein Solostück für die Instrumente. Das "Air" aus der 3. Orchestersuite von Johann Sebastian Bach gaben die Klarinette, welch die Melodie spielte, das Klavier, das Akkorde beisteuerte, und der Kontrabass, der die den Takt prägenden Achtel präzise vortrug, verblüffend intensiv zu Gehör. Mittendrin geschah ein Tempowechsel zu einem Presto, dann wurde die Rückkehr zum Originaltempo in einer leicht verjazzten Spielweise vollzogen - spannend war es immer!

Daraufhin kamen die drei Sänger wieder nach vorne und sangen "Wenn man Freunde hat". Unter Einbeziehung des mitsingenden Publikums folgten die "Capri-Fischer". Schließlich schloss sich "Toréador, engarde!" aus "Carmen" von Georges Bizet an. Nach der Pause sangen die Sänger zuerst zusammen "Aber nicht allein...", ließen "Dein ist mein ganzes Herz" folgen, gemäß Stimmführer ein Tipp für Männer, die ihre Frauen ruhig stimmen wollen. Echter Kontrast zum Operettenlied war Steve Wonders Song "Sunshine of my life", der forsch gesungen und gespielt wurde.

Allein gestaltete Norbert Schmid "Solo Hubi". Zu dem "Elvis-Medley" hüpfte Ilja Martin in Hochgeschwindigkeit auf der Bühne hin und her. Zu dritt wurde "Du bist des Frühlings schönstes Kind" mit viel Empathie in der Stimme beschworen. "Granada" folgte in rockiger Fassung, wobei das Publikum mitklatschte. Ebenso schnell zog "Cara mia", die letzte Programm-Nummer vorbei.

Zwei Zugaben

Zwei Zugaben rundeten ab. Einmal "Buona sera", dann "Mein letztes Lied", was richtig schade war. Gerade diesen Abschiedsgruß gestalteten die Musiker nämlich mit ungeheuerer Stimmgewalt. Sie haben eine Nische für Sänger sehr erfolgreich besetzt. Der Klang der Formation erfreut in sängerischer Qualität wie im Können der Instrumental-Begleiter.
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