Heute Vortag im Katholischen Jugendheim
400 Jahre Post

Lokales
Schwarzenfeld
16.06.2015
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Der Markt feiert in diesem Jahr nicht nur sein 1000-jähriges Bestehen, sondern auch 400 Jahre Postgeschichte. Schwarzenfeld lag früher auf dem Verbindungsweg von Nürnberg nach Waldmünchen. Das ist an den sogenannten Stundensäulen ersichtlich. Sie geben an, wie viele Stunden es ungefähr bis zu einem bestimmten Ort dauert.

Ein bedeutender Hinweis auf die Postgeschichte ist eine Steinsäule in der "Dr. Kurz Straße" in Kögl, nur etwa einen Kilometer vom Mittelpunkt der Oberpfalz entfernt. Darauf sind die Wegzeiten nach Waldmünchen (14 Stunden), nach Amberg (5 Stunden) und nach Nürnberg (22 Stunden) angegeben. Barbara Kiener fand diese Stundensäule im Schutt. Der damalige Ortsheimatpfleger Peter Bartmann baute sie an diesem Ort wieder auf. Schwarzenfeld war auch Dreh- und Angelpunkt für die Briefbeförderung zwischen Nürnberg und Prag. Im Ortskern befand sich der Pferdewechsel im ehemaligen "Gasthof zur Post".

Die Briefmarkenfreunde Schwandorf bieten heute um 20 Uhr im Katholischen Jugendheim am Miesberg unter Leitung von Peter Bartmann einen Vortrag an. Referent ist Dr. Martin Dallmeier, ehemals Leiter des Thurn-und-Taxis-Archivs in Regensburg. In seinem etwa eine Stunde dauernden Vortrag wird er auf die Postgeschichte der mittleren Oberpfalz eingehen. Anschließend findet noch eine Ausstellung mit Original-Dokumenten der damaligen Poststationen statt. Sehenswert ist eine Postkarte aus dem Jahre 1677, welche von Köln nach Wien geschickt wurde. Der Eintritt ist frei.
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