Hohe Schäden durch Graugänse

Hegegemeinschafts-Vorsitzender Uwe Deeg (rechts) zeichnete Reinhard Schwarz (Mitte) für seine besonderen Verdienste aus und gratulierte Hans Pütz (links) zu dessen 75. Geburtstag. Bild: ksi
Lokales
Schwarzenfeld
19.04.2015
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Die Hegegemeinschaft wächst: Derzeit gehören ihr 144 Mitglieder an - Tendenz steigend. Neben diesen guten Neuigkeiten wurden bei der Versammlung im Katholischen Jugendwerk aber auch Probleme angesprochen. Schwierigkeiten bereiten den Jägern vor allem die Graugänse.

Hegegemeinschafts-Vorsitzender Uwe Deeg legte dar, dass sich die Population der Graugänse in den vergangenen fünf Jahren von etwa 100 auf rund 6000 vervielfacht habe, so dass der Fraßschaden nicht mehr hinnehmbar sei. Den Gänsen seien deshalb dringend Äsungsflächen anzubieten, da die klassische Jagd nicht mehr ausreichend sei. Deeg plädierte auch dafür, den erlaubten Abschuss der Anzahl anzupassen, um dieses große Problem zu lösen.

Waldverjüngung beachten

Angesprochen wurden bei der Versammlung auch die Nachtzielgeräte, die sich bei der Sauenjagd bewähren könnten, wenn sich Menschen im Umfeld befänden. Der Landesjagdverband genehmige diese aber nur in gefährdenden Revieren. Zu beachten sei auch die Waldverjüngung. Der Sprecher bezeichnete den Wald als ein bedeutendes Wirtschafts- und Kulturgut, das die Landschaft präge. "Wald, Hege und Jagd sind untrennbar miteinander verbunden. Das eine wäre ohne das andere nicht denkbar", unterstrich der Vorsitzende.

Eine Ehrung durch den Bayerischen Jagdverband überreichte Deeg an Reinhard Schwarz. Er erhielt die Wildhegenadel mit einer Urkunde in Anerkennung für besondere Verdienste um die waidgerechte Hege des Wildes. Deeg gratulierte außerdem Ehrenvorsitzenden Hans Pütz zum 75. Geburtstag und überreichte ein Geschenk.

Hilfreiche Drohnen

Über "Drohnen im Einsatz zur Kitzrettung und Schwarzwildbejagung" berichtete Mathias Dirnberger aus Kulz. Damit könne ein Bereich schnell und effizient aus der Luft erkundet werden. Die Suche nach Wildtieren vor dem Mähen der Wiesen werde dadurch erleichtert, und Rehkitzen könne das Leben gerettet werden. Schwieriger sei der Fall bei Wildschweinen, da diese ständig den Platz wechseln.

Zum Abschluss gab Vorsitzender Deeg noch Termine bekannt und nannte unter anderem das Fest im Schlosspark im Juni, das Landkreisbläsertreffen im Juli sowie die Hubertusmesse in der Pfarrkirche "Mariä Himmelfahrt". Die musikalische Eröffnung der Versammlung hatte die Jagdhorn-Bläsergruppe Schwarzenfeld unter Leitung von Gundolf Streit mit Jagdsignalen übernommen.
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