Image aufwerten als ein Ziel

Die Führungsspitze des NBMB-Kreisverbandes Schwandorf mit Kreisvorsitzender Joseph Ferstl, Kreisdirigent Anton Lottner und Kreisschatzmeister Sebastian Lindner (von rechts).
Lokales
Schwarzenfeld
14.11.2014
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In den Proben wird oft mit höchster Konzentration gearbeitet und manche Konzerte sind aufgrund der körperlichen und physischen Belastung schon fast sportliche Herausforderungen. "Daraus sollten wir noch mehr machen", lautete ein Appell von Joseph Ferstl.

"An Qualität und guten Musikkapellen mangelt es sicher nicht bei uns", würdigt Vorsitzender Joseph Ferstl bei der Herbstversammlung die Leistungen der 35 Kapellen und Spielmannszüge im Kreisverband Schwandorf des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB).

"Unser Ziel muss es sein, das verstaubte Image der Blasmusik aufzuwerten", warb Kreisvorsitzender Joseph Ferstl bei der Herbsttagung "seiner" Kapellen im Jugendheim auf dem Miesberg. Obwohl sich die Musik aus Blasinstrumenten zwar immer größerer Beliebtheit erfreut, wird sie dennoch oft als zu konservativ, zu traditionell oder schlichtweg als zu altmodisch gewertet.

Eingehend auf die aktuelle Entwicklung auf Kreisebene bedauerte der Sprecher, einen leichten sinkenden Mitgliederstand vermelden zu müssen. "Seit dem Frühjahr gingen die Zahlen von 1986 gemeldeten Personen auf 1969 zurück." Dennoch aber werde Schwandorf seinem Beinamen als "klingender Landkreis" gerecht und sei nach wie vor der Mitgliederstärkste in der Oberpfalz. Bei den 35 registrierten Vereinigungen befänden sich 921 aktive Instrumentalisten unter 18 Jahre (46,8 Prozent), das Durchschnittsalter liege bei 23,5 Jahren.

Ein großes Lob sprach der Vorsitzende den beteiligten Kapellen für deren Engagement beim diesjährigen Kreiskonzert der Jubilare in der Landgraf-Ulrich-Halle in Pfreimd aus. Sein besonderer Dank galt dabei der Stadtkapelle Pfreimd für die vorbereitenden Arbeiten und der Stadt für die kostenlose Überlassung der Halle.

Fortbildung nötig

Im Zusammenhang mit den Kreiskonzerten wurde bereits in Pfreimd angeregt, dass Musiker künftig auf einer Bühne und nicht ebenerdig mit dem Publikum sitzen sollten. "Das ist jedoch ein logistisches Problem," welches aber durchaus gelöst werden könnte.

Keine Fortbildung bedeutet Rückschritt. Darüber ist sich auch der Kreisverband Schwandorf im NBMB klar. So findet am 7./8. Februar 2015 wieder das beliebte Musikwochenende "Alte Freind treffa - neue Muse macha" in Ensdorf mit Kreisdirigent Anton Lottner statt. Nach wie vor suche Peter Habermeier nach einem hochkarätigen Dozenten für den "Hornworkshop". Die Workshop-Angebot "Hilfsdirigent" und "Ausbilderschulung" stieß auf große Resonanz bei den Anwesenden ebenso "Tontechnik". Werbung machte Ferstl für das von ihm ins Leben gerufenen "Jungbläser-Coaching", welches auch 2015 stattfinden solle.

Unmut äußerte der Kreisvorsitzende beim Dauerbrenner "Führungszeugnis für Ehrenamtliche" in Richtung Politik. Nicht vom Tisch sei auch das Thema "Künstlersozialkasse", das im Landkreis Schwandorf in der Vergangenheit schon für Aufregung sorgte. Um künftig auf der sichern Seite zu stehen habe zum Beispiel der Musikverband Ober- und Niederbayern einer Ausgleichvereinbarung zugestimmt. Dies würde bedeuten, dass für jedes Mitglied zwischen 6 und 16 Jahren, welches sich in Ausbildung befindet, pro Jahr etwas mehr als ein Euro zuzahlen sei.
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