Initiative für mehr Sicherheit

Lokales
Schwarzenfeld
07.10.2015
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Auf den Oberpfälzer Straßen gab es in diesem Jahr einen Anstieg bei den Unfallzahlen. Das wurde bei der Bezirksversammlung der Oberpfälzer Verkehrswachten deutlich. Dafür gibt es vor allem einen Grund.

Bezirksvorsitzender Dr. Wolfgang Laaths aus Schwarzenfeld begrüßte dazu auch Ehrengäste wie den Vizepräsidenten der Landesverkehrswacht Bayern, Horst Schneider, und Dritten Bürgermeister Gerhard Peter. Letzterer überbrachte die Grüße des Marktes und ließ einen kurzen Rückblick auf das Schwarzenfelder Jubiläum mit seinen zahlreichen Aktivitäten folgen. Da das Motto der landesweiten Bezirksversammlungen dieses Jahr "Fahr Rad, aber sicher" heißt, ging als erstes Michael Danninger vom Polizeipräsidium Oberpfalz auf das Thema seitens der Polizei ein. Er zeigte die momentane Unfallentwicklung auf Oberpfälzer Straßen auf, die durch einen leichten Anstieg gekennzeichnet ist. Vor allem die Steigerung auf Staatsstraßen sei deutlich, so Danninger. Als Hauptursache nannte er zu hohe Geschwindigkeiten.

Neue Gefahren

Der Anteil der Radfahrer an Unfällen ist leicht rückläufig, wobei im ersten Halbjahr 2015 379 Unfälle mit Radlerbeteiligung zu verzeichnen sind, betonte Danninger. Er wies auch auf die neue Rolle der Pedelecs hin, die durch höhere Geschwindigkeiten neue Gefahrenpotenziale darstellten. Abschließend führte er noch die zahlreichen Aktionen der Polizei auf, die zum sicheren Radfahren beitragen sollen.

Ebenfalls aus Regensburg war die zweite Vorsitzende des Kreisverbandes des ADFC (Allgemeiner deutscher Fahrradclub), Evi Pschorr-Schoberer, angereist. Nach der Vorstellung der ADFC-Leitlinien erklärte sie die Ergebnisse eines Fahrradklimatests in Regensburg. Neben positiven Feedbacks kamen auch Probleme zur Sprache wie das Thema "Geisterradler". Ursachen für Missstimmungen zwischen Radlern und Fußgängern seien meist schwierige Verkehrsführungen . Die Referentin bat die Verkehrswacht um Unterstützung, um Probleme im Verkehrsalltag möglichst zu vermeiden.

Landesgeschäftsführer Manfred Raubold erläuterte im letzten Teil der Tagung die Inhalte von "Fahr Rad, aber sicher" und betonte die vielfältigen Möglichkeiten der Unterstützung durch Landes-und Gebietsverkehrswachten - gerade auch unter dem Gesichtspunkt, dass das Radfahren absolut "in" ist und ständig zunehme. Besonders die Problematik höherer Geschwindigkeiten von Pedelecs erfordere Schulungsmaßnahmen, so Raubold.

Programm für Senioren

Erläutert wurden bei der Versammlung auch das neue Seniorenprogramm "Fit mit dem Fahrrad" mit Pedelec-Kursen und vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten sowie die Radverkehrsausbildung unbegleiteter Asylanten und Migranten, die vereinzelt bereits von Verkehrswachten in ihre Schulungsprogramme aufgenommen worden sei.
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