Kein Kneifen in schweren Zeiten

Lokales
Schwarzenfeld
06.02.2015
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Äußerlich ist ihm die schwere Krebserkrankung schon anzumerken, geistig aber ist der einstige Hoffnungsträger der CSU hellwach. Markus Sackmann erzählt beim CSA-Lichtmess-Empfang von den vielen Genesungswünschen und anrührenden Begegnungen mit Menschen über Partei- und Kulturgrenzen hinweg und dankt vor allem seiner Partei, die ihn nie habe fallen lassen.

Die Ehrenamtskarte von Markus Sackmann trägt die Nummer 1860. "Sie wollte sonst niemand haben", scherzte der Ehrenamtsbotschafter der bayerischen Staatsregierung beim Lichtmess-Empfang der CSU-Arbeitnehmerunion (CSA) am Mittwochabend im Jugendheim. Der Staatssekretär a.D. hält auch in schwierigen Zeiten zu den "Sechzigern", war doch sein Vater, der frühere Wirtschaftsstaatssekretär Franz Sackmann, fünf Jahre Präsident des Münchner Traditionsvereins. Und das in einer Zeit (1969 -74), als die "Löwen" noch auf Augenhöhe mit den "Bayern" spielten. Die Berufung zum Ehrenamtsbotschafter empfindet der langjährige Landtagsabgeordnete aus dem Landkreis Cham als besondere Wertschätzung. "Ich mache das natürlich ehrenamtlich", versicherte er den Zuhörern, eine Aufwandsentschädigung habe er abgelehnt.

Schon als Staatssekretär im Sozialministerium förderte Markus Sackmann das bürgerliche Engagement. Er schuf die Ehrenamtskarte und gründete den "Runden Tisch", der ein Grundsatzpapier zum ehrenamtlichen Engagement in Bayern erarbeitete. Inzwischen seien 85 000 Ehrenamtskarten an Übungsleiter sowie Mitarbeiter in Vereinen, Wohlfahrtsverbänden und Hilfsorganisationen verliehen worden, erklärte Markus Sackmann. Die Inhaber des Ausweises bekommen an den Akzeptanzstellen einen Nachlass. Steuerliche Vergünstigungen lehnt der Botschafter allerdings ab. Sie würden die Vielfalt des Ehrenamtes schwächen und "böses Blut" schaffen.

Beeindruckt zeigt sich der BRK-Bezirksvorsitzende und Aufsichtsratsvorsitzende des Katholischen Bildungswerkes von der Welle der Hilfsbereitschaft für Asylbewerber und Flüchtlinge. "Ohne ehrenamtliche Helfer wäre das nicht zu schaffen", ist sich Markus Sackmann bewusst. Er geht davon aus, dass sich in Bayern 3,8 Millionen Menschen unentgeltlich engagieren. "Das Ehrenamt hat viele Gesichter", so der Botschafter. Im Sport, in der Kirche und bei den Hilfsorganisationen. Markus Sackmann möchte die Wirtschaft stärker ins Boot holen und dadurch "dem Ehrenamt zu Mehrwert verhelfen". Die Unternehmen sollten die "hohe soziale Kompetenz" der Ehrenamtskarteninhaber erkennen und diese in ihrer Firma stärker nutzen.

"Der Rat von Markus Sackmann ist immer noch gefragt", stellte CSA-Kreisvorsitzender Alexander Pangerl aus Nabburg fest. Er dankte ihm für die Teilnahme am Lichtmess-Empfang.
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