Keine Container für Schüler

Nach langen Überlegungen und Berechnungen ist nun klar, dass die Schule teilsaniert wird. Die Arbeiten beginnen im kommenden Sommer. Bild: Dobler
Lokales
Schwarzenfeld
05.11.2015
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Jetzt sind die Würfel für die Zukunft der Grund- und Mittelschule gefallen: Sie wird teilsaniert, womit Pläne für einen Neubau vom Tisch sind. Noch ist aber nicht geklärt, wie viel der Staat von den Millionenkosten mitträgt.

Die Schule besteht aus drei Baukörpern: Dem A-Bau aus dem Jahr 1951, in dem die Grundschulklassen 1 bis 4 und die Mittagsbetreuung untergebracht sind; im B-Bau aus dem Jahr 1961 findet sich die Mittelschule mit den Klassen 5 bis 10. Und dann gibt es noch den C-Bau von 1981, der die Funktionsräume und die Schulverwaltung beherbergt.

Architekt Konrad Kraus aus Nabburg hatte vor einigen Monaten vom Marktrat den Auftrag erhalten, drei Möglichkeiten zu untersuchen, wie man mit der Schule verfahren soll. Dabei zeigte sich, dass ein Neubau auf der grünen Wiese mit 20 Millionen Euro brutto zu Buche schlagen würde. Eine Generalsanierung wäre immer noch gut zwölf Millionen Euro teuer, hat Kraus ausgerechnet. Mit etwa sechseinhalb Millionen Euro könnte man hingegen eine umfassende Instandsetzung ("kleine Generalsanierung") in die Wege leiten.

Mit dieser preisgünstigsten Variante liebäugelte im Vorfeld nicht nur die Rathausverwaltung, sondern bei der Sitzung am Mittwoch auch der Marktrat, dem Kraus das entsprechende Sanierungsprogramm erläuterte. Die Umbauarbeiten dauern mit Unterbrechungen vier Jahre und würden in den nächsten großen Ferien damit beginnen, dass die marode Schulheizung komplett erneuert wird. 2017 wäre dann der A-Bau an der Reihe und ein Teil des B-Baus (neue WC-Anlagen) sowie der Brandschutz im C-Bau. 2018 folgen der Rest des A-Baus, die Hauptarbeit am B-Bau und die Fassade der beiden Altbauten. 2019 wird schließlich der Rest des B-Baus hergerichtet und der C-Bau.

Ganz wichtig dabei: Es wird keine Container-Lösung für die Schulräume geben, auch wenn einzelne Klassen im Zuge der Arbeiten in andere Zimmer werden umziehen müssen. "Aber Dreck und Lärm werden wir nicht verhindern können", warnte Bürgermeister Manfred Rodde.

Ihm und den Räten gefiel an den Plänen auch, dass sie eine Reduzierung des Erdgasverbrauchs für die Heizung der Schule beinhalten, weil die Sanierung unter energetischen Gesichtspunkten erfolgen wird.

Eine letzte große Frage muss aber noch geklärt werden: Wie hoch ist die Förderung? Derzeit geht man in der Verwaltung davon aus, dass wohl vier Millionen Euro von der Gemeinde selbst aufgebracht werden müssen.
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