Kräuterpädagogin Barbara Bierner stellt Kosmetikprodukte aus Küche und Garten vor
Loblied auf die "grüne Kosmetik"

"Wir sollten unsere Kosmetik mit der gleichen Sorgfalt wie unsere Nahrungsmittel auswählen", empfahl Kräuterpädagogin Barbara Bierner (Mitte, mit Haarband) bei der Zusammenkunft im Fitness-Studio "Amena". Bild: ohr
Lokales
Schwarzenfeld
05.12.2014
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Gesunde, frische und natürliche Lebensmittel sind heute für viele Menschen selbstverständlich. Ein weiterer Schritt zum Verzicht auf künstliche (Zusatz-) Stoffe ist die natürliche, grüne Kosmetik.

Kräuterpädagogin Barbara Bierner aus Grafenricht hat es sich zur Aufgabe gemacht, in regelmäßigen Zusammenkünften im Fitness-Studio "Amena" in Schwarzenfeld interessierte Frauen mit der sanften Pflege der Haut - mit biologischen Alternativen zu Deos mit Aluminium - vertraut zu machen. Aus gutem Grunde kommen seit Tausenden von Jahren, so die Fachfrau in ihren Ausführungen, die Kosmetikprodukte aus Küche und Garten. Instinktiv nutzen auch Tiere die Pflege aus ihrer Umgebung: Zum Beispiel reiben Kapuzineraffen ihr Fell mit ätherischem Öl zur Vertreibung von Ungeziefer ein und wetzen Bären offene Stellen zum Verschließen und schnellen Abheilen von Wunden am Harz von Bäumen.

Die Schätze der Natur sollen genutzt werden. Nahrungsmittel sind meist gut verträglich und hautwirksam: Erdbeeren straffen sie, Petersilie und Gurken spenden Feuchtigkeit, Mehl und Mohn schälen die Haut und Heilerde macht sie geschmeidig. Auch die ägyptische Königin Kleopatra und österreichische Kaiserin Sissi wendeten dieses alte Wissen für ihre Schönheitserzeugnisse an.

Seit Jahrtausenden nutzt die Naturheilkunde Lebensmittel für therapeutische Zwecke. Die Ayurveda-Medizin empfiehlt Butter, Mehl, Joghurt, Gewürze oder Öle für die äußere Anwendung "Es kommt nur Essbares auf die Haut" dient als Leitprinzip. Die traditionelle chinesische Medizin holt sich ihre Nahrung, Pflege und Arznei unter anderem aus den Wirkstoffen von Reis, Grünem Tee, Ginkgo, Kastanien und Pfirsichen.

In der abendländischen Volksmedizin werden dagegen Salben aus Butter, Schmalz oder Harz angerührt. Essbare Kräuter wie Spitzwegerich, Vogelmiere oder Thymian wirken desinfizierend, wundheilend sowie entzündungshemmend und bringen Linderung bei Hautproblemen.

"Unsere Kosmetik sollte mit gleicher Sorgfalt wie die Nahrungsmittel ausgewählt werden", empfahl Kräuterpädagogin Barbara Bierner. Natürliche Pflege mit gutem Gewissen: Ohne Chemie, Aluminium, Tierversuche und Konservierungsstoffe.

In der kürzlichen Zusammenkunft stellten die Teilnehmerinnen mehrere Naturprodukte nach vorgegebenen Rezepturen her. Zum Beispiel "Orangen-Deo", "Petersilien-Zahnöl", "Waschcreme mit Schokolade", "Bio-Raumspray", "Vogelmiere-Smoothie" und "Rosa Lippenpflege mit Himbeeren". Danach blieb noch Zeit zum Verwöhnen und Genießen. "Denn viele Produkte sind essbar und schmecken köstlich", merkte Kräuterpädagogin Bierner an.
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