Krise im Schulverbund beendet

Als neue Mitarbeiter im Rathaus wurden am Mittwoch (vorne, von links) Markus Gebhard, Martina Stöger, Nina Weber, Roland Glatzel, Christine Rank und Teresa Scholz vorgestellt und von den Bürgermeistern Hans Prechtl (hinten, links), Manfred Rodde (daneben), Alois Böhm (rechts) sowie dem Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft, Peter Hesl (hinten, Zweiter von rechts) offiziell willkommen geheißen. Bilder: Dobler (2)
Lokales
Schwarzenfeld
24.07.2015
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Strahlende Gesichter am Anfang, als "die Neuen" vorgestellt wurden. Verärgerte Mienen etwas später, als es um den Mittelschul-Verbund ging. Hans Prechtl hielt dabei mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg.

Vorgestellt haben sich die neuen Mitarbeiter im Schwarzenfelder Rathaus bei der Sitzung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) am Mittwoch. Vier Frauen und zwei Männer, zum Teil bereits im öffentlichen Dienst beschäftigt, wechselten oder wechseln demnächst in die Dienste der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld - in Kämmerei und Standesamt, aber überwiegend in die Bauabteilung, wo sie für die drei Kommunen Schwarzenfeld, Stulln und Schwarzach zuständig sind.

Die Bauverwaltung wird verstärkt durch Christine Rank, Roland Glatzel, Martina Stöger und Markus Gebhard. Für das Standesamt arbeitet Teresa Scholz, in der Kämmerei wird Nina Weber eingesetzt. Wie sich zeigte, muss die Verwaltungsgemeinschaft für die neuen Mitarbeiter "Ablöse" zahlen - fast 58 000 Euro. Das Geld fließt als Ausbildungs-Rückvergütung an die früheren Lehrherren, etwa an die Finanzverwaltung und die Forstverwaltung, und muss aus dem Haushalt der VG beglichen werden.

Kämmerer Thomas Krapf erläuterte den Räten aus den drei Mitgliedsgemeinden der VG, wie das Jahr 2014 finanziell ausgegangen ist, nachdem nun alle Zahlen geprüft und Rechnungen überwiesen sind. Demzufolge hat die VG mit einem Verwaltungshaushalt von knapp drei Millionen Euro gewirtschaftet, demgegenüber sich der Vermögenshaushalt mit 0,15 Millionen Euro geradezu bescheiden ausnimmt. Insgesamt verbesserte sich der Haushalt zu den früheren Berechnungen um 106 000 Euro. Die Rücklage beträgt 272 000 Euro. Genehmigungspflichtige Haushaltsüberschreitungen summierten sich im Vorjahr auf 61 000 Euro. Die Versammlung gab ihren Segen dazu.

Ein weitaus kritischeres Thema war die Einführung der freiwilligen Gastschulbeiträge. Das bezieht sich auf die M-10-Klassen im Schulverbund "Mittelschule Nördliches Naabtal". Zum Mittelschulverbund, der von Schwarzenfeld über Nabburg und Pfreimd bis nach Wernberg-Köblitz reicht, gehören Schüler in acht Gemeinden.

Die Stadt Pfreimd und der Schulverband Nabburg machten Druck, dass die einzelnen Partner im Verbund Pauschalen als Gastschulbeiträge zahlen. Im März dieses Jahres kam es deswegen in Schwarzenfeld zur Krisensitzung, denn es drohte unmittelbar ein Auseinanderbrechen des Verbunds. Das Ergebnis war, dass sich Pfreimd und Nabburg durchsetzten und ab dem nächsten Schuljahr für jeden Schüler der M 10 als Ausgleichsleistung wechselseitig der gesetzliche Gastschulbeitrag von 1500 Euro gezahlt wird.

Die Räte nickten am Mittwoch die Vereinbarung vom März nachträglich ab, auch wenn Hans Prechtl, der Bürgermeister von Stulln, grummelte. "So handelt man nicht unter Partnern", schrieb er Pfreimd und dem Schulverband Nabburg ins Stammbuch.
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