Landwirte informieren sich beim Pflanzenbautag über Anbautipps und gefährliche Schädlinge
Luzerne als Alternative zu Soja-Importen

Als hochkarätige Referenten informierten beim Pflanzenbautag Johann Feiler, Balduin Schönberger, Günter Bernreuter, Dr. Anna Techow, Karl Seegerer und Theresia Addokwei (von links). Schönberger stellte sich dabei als neuer Wildlebensraumberater vor. Bild: Dobler
Lokales
Schwarzenfeld
20.02.2015
26
0
Die Ackerbauern habe ein gutes Jahr 2014 mit reichlich Erträgen hinter sich und bereiten sich derzeit auf das Anbaujahr 2015 vor. Dem diente der Pflanzenbautag des Landwirtschaftsamts. Dort gab es Sortenempfehlungen, die Warnung vor Pflanzenschädlingen und einen Blick auf Luzerne.

Luzerne können in der Landwirtschaft als Viehfutter eingesetzt werden. "Sie sind eine Alternative zu den Soja-Importen", versicherte Dr. Anna Techow von der Landesanstalt für Landwirtschaft (Ansbach). Luzerne ist eine immergrüne, winterharte Nutzpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Als symbiotischer Stickstoffsammler bindet sie über Knöllchenbakterien 250 Kilo Luftstickstoff pro Hektar und verbessert so die Stickstoff- und Humusbilanz.

Theresia Addokwei vom Regensburger Landwirtschaftsamt sprach von Jahr 2014 mit seinen "Top-Ernten in allen Bereichen" und gab Sortenempfehlungen für den Frühjahrsanbau, besonders was Mais und Sommergerste anbelangt. Im Landkreis Schwandorf ist Mais die bedeutendste Frucht - sei es als Silomais, als Körnermais oder als Mais für Biogasanlagen. "Für den Mais gibt es heuer eine große Sortenvielfalt", wusste sie. Addokwei warnte die Zuhörer vor dem Schädling "Westlicher Maiswurzelbohrer". Sie riet, unbedingt die Fruchtfolge einzuhalten, also maximal zweimal Mais in drei Jahren anzupflanzen.

Mit einem anderen Schädling setzte sich Günter Bernreuter von der Erzeugerberatung aus Regensburg auseinander. Es war die Weizenkrankheit Gelbrost. "Die neue Rasse des Schadenserregers hat sich massiv ausgebreitet", informierte er und hatte für die Bauern einige Anbaumaßregeln parat.

Vorgestellt hat sich den Landwirten der neue Wildlebensraumberater Balduin Schönberger. Er versteht sich als Koordinator zwischen Jägern und Landwirten. Für das Schwandorfer Landwirtschaftsamt sprachen zwei Fachleute: Karl Seegerer und Johann Feiler. Letzterer bedauerte, dass die Kartoffelpreise bröckeln würden. Seegerer gab Hinweise zum (freiwilligen) Kulturlandschaftsprogramm und zum (verpflichtenden) "Greening".
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.