Letzte Ruhe geht auch kürzer

In schlechtem Zustand: der Deiselkühner Weg.
Lokales
Schwarzenfeld
12.12.2014
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Es müssen nicht immer weitere 15 Jahre sein. Wer eine Grabnutzung verlängern möchte, kann dies laut Marktrat künftig auch im Fünf-Jahres-Rhythmus tun. Außerdem ging es in der Sitzung um die Frage, wie viel Sitzungsgeld die Planer der 1000-Jahrfeier erhalten.

Das sogenannte Kernteam der 1000-Jahrfeier wurde am Mittwoch durch den Marktrat geadelt: Die Gruppe, die aus sieben Personen besteht, gilt ab sofort als offizielle Arbeitsgruppe des Marktrats. Sie darf bereits seit Juli von sich aus Aufträge bis zu einem Betrag von jeweils 15 000 Euro vergeben.

Das Team trifft sich wöchentlich und wie auf Nachfrage zu erfahren war, werden dafür jeweils 150 Euro Sitzungsgeld fällig - was eine voraussichtliche Gesamtsumme von um die 4000 Euro ergibt, rechnete Bürgermeister Manfred Rodde vor. Das gefiel nicht jedem und so gab es bei der Abstimmung auch zwei Gegenstimmen zu verzeichnen.

Einen Wunsch aus der Bevölkerung trug Bürgermeister Rodde dem Ratsgremium vor. Der Markt solle doch bei der Verlängerung der Nutzungsrechte auf dem Friedhof auch kürzere Verlängerungsfristen ermöglichen. Die Nutzungsrechte liegen derzeit bei 15 Jahren bei Erdgräbern und bei zehn Jahren bei Urnennischen. Der Marktrat kam dem nun entgegen und beschloss einstimmig, eine Verlängerung sei auch für die Dauer von fünf Jahren unter Erhebung der anteiligen Gebühr möglich. Den Weg frei gemacht hat der Rat auch für einen großen Neubau. Die Fa. Wenisch will auf dem Grundstück Schlossstraße 17 ein Mehrfamilienhaus mit drei Stockwerken und jeweils vier Wohnungen errichten. Dazu muss der bestehende Altbau abgerissen werden. Das Plenum hatte zwar grundsätzlich nichts dagegen, aber es gab dennoch einen optischen Einwand. "Das ist eine kalte Fassade am Ortseingang", urteilte Markträtin Sonja Laußer. So soll dem Projekt ein städtebaulicher Berater zur Seite gestellt werden.

Höher her ging es bei einem Straßenbauthema. "Für diese Straße muss man sich schämen", schimpfte Reinhard Meßmann (CWG) und lenkte den Blick der Räte auf den Deiselkühner Weg, der bis zur Fensterbachbrücke dem Markt Schwarzenfeld gehöre und in miserablem Zustand sei. Nach der Brücke gehöre die Straße der Stadt Schwandorf "und die macht ihre Hausaufgaben".

Messmann forderte, auch den Schwarzenfelder Teil der Straße zu erneuern und rang dem Bürgermeister zumindest die Zusage ab, "dass wir uns von Planern einmal Möglichkeiten dafür vorstellen lassen".

Wie teuer so ein Vorhaben werden kann zeigte sich, als es in der Sitzung um die Straßensanierung der Gemeindeverbindungsstraße von Asbach nach Schwaig ging, die hauptsächlich von landwirtschaftlichem Verkehr genutzt wird und entsprechend schlecht beisammen ist. Berthold Braun von der Bauverwaltung sprach von Sanierungskosten von rund 200 000 Euro. Mit zwei Gegenstimmen wurde das Vorhaben auf den Weg gebracht.
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