Manz erweitert im großen Stil

Lokales
Schwarzenfeld
15.04.2015
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Die Investitionssumme von 1,7 Millionen Euro habe ihm "einige schlaflose Nächte" bereitet, gesteht Herbert Manz vom gleichnamigen Autohaus an der Böttgerstraße. Jetzt aber freue er sich auf die Herausforderung.

Der Spatenstich gestern Nachmittag war der Start für den Neubau einer Werkstatt mit Ersatzteillager, eines Waschparks und 65 zusätzlichen Parkplätzen. Das ist aber längst nicht alles. "Wir stehen hier vor der größten Baumaßnahme in der Geschichte der Firma."

Inhaber Herbert Manz kaufte der Gemeinde ein 4000 Quadratmeter großes Grundstück ab, das unmittelbar an das bestehende Firmengelände grenzt. Dort entsteht eine Werkstatt mit vier Arbeitsplätzen und einem Achsmessstand. "Mit 14 Hebebühnenplätzen in beiden Werkstätten werden wir für die Zukunft gerüstet sein", ist Herbert Manz überzeugt.

Anfang Oktober fertig

Zur Baumaßnahme gehören ferner die Erweiterung des Ersatzteillagers und der Neubau von Sozialräumen für die insgesamt 36 Mitarbeiter.

In einem dritten Teil wird ein öffentlicher Waschpark mit Portalwaschanlage, zwei Waschplätzen, einer Servicestation, vier Staubsaugerplätzen und einer E-Ladestation zum Auftanken von Elektrofahrzeugen entstehen. Mit der Schaffung von 65 zusätzlichen Stellplätzen will das Autohaus die "angespannte Parkplatzsituation" verbessern. Zu guter Letzt soll die Ausstellungsfläche für Neu- und Gebrauchtwagen "ein zeitgemäßes und attraktives Design" erhalten, so Herbert Manz. Anfang Oktober soll alles fertig sein.

Landrat Thomas Ebeling und Bürgermeister Manfred Rodde gratulierten Herbert Manz, seiner Frau Marion und Sohn Adrian (16) zu "dieser mutigen unternehmerischen Entscheidung" und wünschten einen unfallfreien Ablauf. Die Vertragswerkstätte Manz lege größten Wert auf die Qualifikation der Mitarbeiter und sichere sich damit eine hohe Kundenbindung, betonte Ulrich Brandl von Volkswagen-Service. Die versicherte auch Christopher Pansa von der Sparte VW-Nutzfahrzeuge, der Herbert Manz zum zweiten Mal in Folge mit einer Urkunde die "hohe Kundenzufriedenheit" bestätigte.

Glücksjahr 1983

Architekt Alfred Popp sieht die große Herausforderung bei dieser Baumaßnahme "in der Technik". 4000 Kubikmeter Erde seien zu bewegen und 800 Meter Leitungen zu verlegen. Ein kurzer Blick zurück: Die Eltern des jetzigen Inhabers machten sich 1966 mit einer Gasoline-Tankstelle und angebauter Werkstätte in der Nabburger Straße selbstständig und zogen 1970 in die Böttgerstraße um. Der damalige DKW/NSU-Betrieb mit drei Mitarbeitern wechselte zur Marke Renault.

1983 wurde zum Glücksjahr für das Familienunternehmen: Es bekam einen VW/Audi-Vertrag angeboten und griff sofort zu. Die steigenden Umsätze erlaubten dem Betrieb 2005 umfangreiche Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen. Nun schlägt das Autohaus Manz ein weiteres Kapitel in der Firmengeschichte auf.
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