Marktrat verblüfft über Nutzungsänderung für Parkplatz - Neuer Bebauungsplan
Doch keine Wartestation mehr

Die Nutzung des Platzes an der Molkereistraße war umstritten, da Anwohner nächtlichen Lärm der Kühlaggregate wartender Lastwägen befürchteten. Ohne großes Aufsehen änderten die Milchwerke nun ihre Pläne. Jetzt stehen dort die Autos der Mitarbeiter. Bild: Dobler
Lokales
Schwarzenfeld
11.10.2014
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Marktrat Hans-Peter Hierl (Siedler) war baff. "Was ist denn mit der geplanten Wartestation für Lastwagen des Milchhofs?" Noch im Juli dieses Jahres hatte es in einer Sitzung des Bauausschusses geheißen, dass nach der Zustimmung des Landratsamtes und mit einigen Auflagen zum Thema Lärmschutz der neue Parkplatz der Naabtaler Milchwerke für Lastwägen an der Molkereistraße gebaut werden dürfe. "Und jetzt," stellte Hierl fest, "stehen lauter Autos von Mitarbeitern drauf." Hierls Nachfrage fiel am Ende der Sitzung des Marktrates in dieser Woche. Bürgermeister Manfred Rodde antwortete umgehend: "Die Wartestation ist vom Tisch." Das wäre nachts zu laut gewesen für die Nachbarn. Lastwägen, die die Milchwerke beliefern oder dort Waren abholen wollen, sollen stattdessen vor der Pforte des Unternehmens warten. "Und so stehen jetzt Autos auf dem Parkplatz."

Informiert wurde das Ratsplenum durch den Bürgermeister auch darüber, dass die Überplanung des Gebiets Ruitäcker-Streitfeld südlich der Molkereistraße durch den Schwandorfer Architekten Thomas Wein erfolgt, mit dem der Markt schon gute Erfahrungen gemacht hat. Wein bekommt dafür 10 000 Euro. Von den 22 Hektar Fläche, die der Bebauungsplan Ruitäcker-Streitfeld behandelt, sind zehn Hektar von den Änderungen betroffen. Nicht betroffen ist hingegen das Gebiet rechts vom Beginn der Molkereistraße, sowie ein Baustoffhändler und andere Betriebe, die sich dort angesiedelt haben.

Anregungen behandelt

Nachdem der Plan bis Mitte September zur öffentlichen Einsichtnahme aufgelegen war, behandelte der Marktrat nun die Anregungen der Träger öffentlicher Belange. Da es keine gravierenden Einwände gab, wurde die Änderung des Bebauungsplans als Satzung beschlossen; parallel dazu soll der Flächennutzungsplan für die Gegend ebenfalls geändert werden. Es geht darum, dass der Bereich um den Milchhof von einem Gewerbe- in ein Industriegebiet umgewandelt werden soll. Die Vorteile für den expandierenden Betrieb liegen auf der Hand. Unter anderem dürfte er 40 Meter hohe Hochregallager errichten. Am Ende stimmte nur Ratsmitglied Manfred Kurz (CSU) aus Kögl gegen die Planänderungen.
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