Marktrat von Stillstand genervt

Der Friedhof ist immer wieder einmal Thema, wenn sich Markträte treffen. Mal geht es um den Kies, der Kinderwägen, Rollstühlen und Rollatoren das Fortkommen erschwert, mal geht es um die Lücken in den Gräberreihen und den steigenden Bedarf an Urnengräbern. Bilder: Dobler (2)
Lokales
Schwarzenfeld
14.10.2015
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Den Finger in zwei Planungswunden legte Marktrat Manfred Bäumler bei der Sitzung des Plenums. "Vor sich herschieben" lautete seine Definition der aktuellen Lösungsstrategie.

In der kleinen Fragestunde der Marktratssitzung erinnerte ÜPW-Mann Bäumler daran, dass es vor geraumer Zeit bereits eine Friedhofs-Begehung des Hauptverwaltungsausschusses gegeben habe. Denn immer mehr Grabstellen würden aufgelöst und so entstünden freie Flächen in den Reihen. Überdies gebe es einen steigenden Bedarf an Urnengräbern. "Damals sollte sich ein Landschaftsplaner der Sache annehmen", mahnte Bäumler, "aber das schieben wir seit einem Jahr vor uns her". Bürgermeister Manfred Rodde versprach, dass das Thema bei der nächsten Ausschusssitzung im Januar 2016 wieder auf die Tagesordnung kommen werde. Angetan ist Bäumler von einer Lösung in Schwandorf. Dort gibt es auf dem Friedhof kleine Urnen-Erdgräber. "Das", so urteilte er, "wäre auch bei uns gut".

Ein Dorn im Auge ist dem Marktrat, dass es mit der Sanierung der Miesberg-Allee seit Jahren nicht vorwärts geht. Auch dieses Probleme werde von Jahr zu Jahr geschoben - "seit 2011". Bei einer Bürgerversammlung im Jahr 2013 habe der Bürgermeister Zeitpfeil für die Allee vorgegeben, "wir planen 2014 und bauen 2015". Bäumler mochte zwar akzeptiere, dass es heuer wegen des großen Marktjubiläums ungünstig gewesen wäre, mit dem Umbau wirklich zu beginnen, "aber wenigstens hätten die Planungen losgehen sollen". Aber es sei nichts mehr passiert, außer dass Gelder für die Planungen in den Etat eingestellt wurden. Nun erhofft er sich, dass es 2016 endlich soweit ist.

Wunsch:Grüngut kostenlos

Noch etwas hatte Manfred Bäumler auf dem Herzen. Er wünscht sich, dass die Anlieferung von Grüngut künftig kostenlos sei - so wie in Nittenau oder Bruck. Das würde wilden Ablagerungen vorbeugen. "Kostenfrei wäre das nur für die Bürger", erwiderte der Bürgermeister, "aber der Markt muss im Jahr 20 000 bis 40 000 Euro dafür aufbringen".
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