Martin Irl spricht am Freitag über die Grafen von Holnstein aus Bayern und ihre Bedeutung
Schlüsselfigur der deutschen Geschichte

Das Schloss in Schwarzenfeld, heute ein modernes Hotel, war längere Zeit Sitz der Familie Holnstein. Das Bild zeigt den Blick des Künstlers Eugen Felle auf das Anwesen. Julius Hofmann, einer der großen Architekten seiner Zeit, erstellte im Auftrag des Grafen Max von Holnstein die Pläne zum Umbau des Schlosses in den Jahren 1890 bis 1892. Repro: hfz
Lokales
Schwarzenfeld
22.04.2015
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"Die Grafen von Holnstein aus Bayern und ihre Bedeutung für das Land Bayern" ist ein Vortrag überschrieben, den Martin Irl am Freitag, 24. April, um 19.30 Uhr im Jugendheim hält. Die Veranstaltung ist Teil der 1000-Jahrfeier des Marktes.

Der Kgl. Bayer. Oberst-Stallmeister Max Graf Holnstein und seine Gemahlin waren die größten Wohltäter des Marktes Schwarzenfeld. Maximiliane Gräfin Holnstein war eine engagierte Patronin der Mädchenschule und Protektorin der Kleinkinderbewahranstalt (Kindergarten) in Schwarzenfeld.

"Kaiserbrief"

Max Graf Holnstein (1835 bis 1895) fiel bei der Gründung des 2. Deutschen Kaiserreiches eine Schlüsselrolle zu. Er vermittelte zwischen Bismarck und König Ludwig II. von Bayern den "Kaiserbrief". Die hierfür geleisteten geheimen Dankeszahlungen Bismarcks an König Ludwig II. und an Graf Holnstein erschütterten nach der Aufdeckung 1890 die Fundamente der Monarchie. Der Graf bemühte sich zudem um die Heimzahlung der griechischen Millionenschuld an die Erben König Ludwigs I. von Bayern, die durch die Intervention des Fürsten Bismarck endgültig 1880 zu Gunsten Bayerns erledigt wurde. Durch sein Verhalten beim Entmündigungsverfahren gegen König Ludwig II. gehörte Graf Holnstein zu den umstrittensten Persönlichkeiten seiner Zeit. Beim Vortrag werden Original-Dokumente aus dem Nachlass des Hauses Holnstein vorgelegt, die eine intime Betrachtung der Ereignisse ermöglichen.

Historische Quelle

Referent Martin Irl forscht seit früher Jugend über die Familie von Holnstein aus Bayern in Verbindung mit der bayerischen und deutschen Geschichte. Das von ihm eingerichtete Holnstein-Archiv mit Sitz in Schwarzenfeld hat sich als wertvolle historische Quelle etabliert. Dissertationen, mehrere wissenschaftliche sowie heimatkundliche Werke wurden inzwischen von ihm begleitet und durch Dokumente aus dem Holnstein-Archiv ergänzt.
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