Musik, die von Herzen kommt

Lokales
Schwarzenfeld
30.12.2014
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Traditionell lädt die Jugendblaskapelle Schwarzenfeld zum Weihnachtskonzert in die Marienkirche ein. Der Bogen der musikalischen Darbietungen spannt sich dabei von klassischen Kompositionen bis zu neu arrangierten Stücken.

Im voll besetzten Gotteshaus stimmte das Blasorchester mit "Festtagshymne" unter der Stabführung von Dirigenten Josef Lobenhofer auf das anspruchsvolle Programm ein. Die Geschwister Winterer gaben mit ihren geruhsamen Volksweisen in Begleitung von Robert Merkl auf dem Akkordeon und nachdenklichen Texten dem Abend eine besondere Note. Mit dem bodenständigen Lied "Da Wold is vowaht" sprachen die Sängerinnen mit der winterlichen Naturschilderung das Gemüt der Besucher an. Sehr weich und einfühlsam, mit dumpfen und dunklen Passagen untermalt und verschiedenen Tempi, brachten die Musiker "Russische Weihnachtsmusik" zu Gehör. Die Volksweise "Ave Maria, Du Gnadenvolle" boten die Sängerinnen mit innigen Einfühlungsvermögen und in abgestimmter Begleitung von Robert Merkl auf dem Akkordeon überzeugend dar.

Auch ihre weiteren Programmanteile "Es moch niat finster werd'n", "Und ko' ma koi Bettstadl" und "Glockenjodler" kamen vom Herzen, gingen zu Herzen und nahmen die Zuhörer mit. In den vier nachdenklichen Texten - untermalt von leisen Akkordeontönen - erinnerte Marita Lobenhofer (Geschwister Winterer) an die Verheißung der Geburt Jesu durch den Engel Gabriel an Maria, die vielen Menschen auf der Flucht, den Kontrast zwischen Armen und Reichen, die Weihnachtszeit ihrer Kindheit ohne Überfluss und an den Tod einer Oma mit Blick in den Himmel vor ihrem letzten Weg.

Mit "Entreact und Barcarole" aus der Oper "Hoffmanns Erzählungen" von Jacques Offenbach setzten die Musiker einen Glanzpunkt. Auch die folgenden Aufführungen "Gabriellas Säng" (Gesang) mit einem Saxofon- Solo von Stefanie Lindner, "Mein geheimes Liebeslied" mit Flügelhorn-Solo durch Michael Lobenhofer und die "Winterreise", ein Weihnachtslieder-Potpourri, präsentierten sich als Höhepunkte.

Langer Applaus

Abschließend bedankte sich Dionys Böckl bei Hausherrn Pfarrer Heinrich Rosner für die Überlassung der Marienkirche als Veranstaltungsort, bei den "Geschwister Winterer" als Mitgestalter, und Dirigenten Josef Lobenhofer. Kräftiger, langanhaltender Applaus des begeisterten Publikums setzte als Anerkennung für die hervorragenden Darbietungen ein.
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