Nächtlicher Lärm der Güterzüge

Landrat Thomas Ebeling (stehend) sprach auf Einladung des CSU-Ortsverbandes und dessen Vorsitzenden Peter Irlbacher (Mitte) bei einer Diskussionsveranstaltung im Jugendheim über die Themen Flüchtlingspolitik und Bahnverkehr. Bilder: Dobler (2)
Lokales
Schwarzenfeld
21.11.2014
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Das Thema Zugverkehr macht die Menschen in der Region nervös. Besonders, wenn es sich um die Elektrifizierung der Strecke zwischen Hof und Regensburg handelt. Warum sich Landrat Thomas Ebeling auch ganz privat von den Problemen bewegen lässt, verriet er bei einer Abendveranstaltung der CSU.

Ebeling war auf Einladung des CSU-Ortsverbandes nach Schwarzenfeld gekommen, wo er und Bürgermeister Manfred Rodde zu drei großen Komplexen Rede und Antwort standen - soweit es ihnen möglich war. Denn so manche Nachfrage eines Zuhörers zum Thema Bahn beispielsweise musste unbeantwortet bleiben, da sie nicht in den Zuständigkeitsbereich eines Kommunalpolitikers fiel.

Grundsätzlich zeigte sich der Landrat davon überzeugt dass die Elektrifizierung der Strecke unausweichlich sei. Er verwies bei kritischen Nachfragen zum Thema Lärmschutz darauf, dass regionale Politiker aller Couleur darauf achten würden, dass der Ausbau, dessen Folge eine Zunahme des nächtlichen Güterzugverkehrs sei, nicht ohne Lärmschutz vollzogen werde. Dass ihm das Thema nicht egal sei, liege auch daran, dass er selbst nur 200 Meter von der betroffenen Bahnlinie entfernt wohne, versicherte der Landrat.

RVV ausdehnen

Hoffnung machte Ebeling, dass der RVV, also der kostengünstige Regensburger Verkehrsverbund, einmal den ganzen Landkreis Schwandorf mit umfasse. Bislang reicht der RVV nur bis Schwandorf. "Wir arbeiten daran", wies Ebeling auf entsprechende Konsultationen hin. Hilfe versprach er auch bei dem Problem, dass die Schwarzenfelder Kinder, die in Schwandorf eine weiterführende Schule besuchen und mit der Bahn fahren, am Morgen entweder eine Stunde zu früh in der Kreisstadt sind - oder einiges zu spät.

Auch die Flüchtlingspolitik war ein Thema. Ebeling freute sich, dass es "im Landkreis sehr gut läuft". Von den rund 450 Asylbewerbern, die derzeit im Kreis Schwandorf leben, seien alle in festen Unterkünften untergebracht "und die Menschen werden allergrößtenteils positiv aufgenommen".

Bürgermeister Manfred Rodde war gefordert, als es um die Grund- und Mittelschule des Marktes ging. Mögliche Sanierungskosten des ältesten Schultrakts, des 60 Jahre alten A-Baus, könnten in die Millionen gehen. So dass mancher schon mit einem Neubau der Schule liebäugelt. Rodde selbst sieht das anders. Er würde den A-Bau, wie vorher schon den B-Bau, Gang für Gang herrichten lassen ("kleine Lösung").

Rodde wies darauf hin, dass derzeit ein Planer alle Möglichkeiten abklopfe, wie man mit der baulichen Herausforderung umgehen kann. "Danach kann man beraten, was man sich leisten kann", sagte er. Das letzte Wort habe der Marktrat. Klar sei, dass auch die von ihm favorisierte "kleine Lösung" zwei bis zweieinhalb Millionen Euro kosten werde.
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