Neue Ideen gefordert

Lokales
Schwarzenfeld
06.11.2014
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Wo steht Schwarzenfeld in einigen Jahren? Wird es blühen und gedeihen, wird es darben? Darüber machen sich normalerweise Kommunalpolitiker Gedanken. In Schwarzenfeld hingegen überlegen mehr Menschen mit. Zwei von ihnen haben nun ihre Gedanken zum Thema formuliert.

Gestern Abend traf sich der Marktrat zur öffentlichen Sitzung und der Bürgermeister erteilte als erstes der "Öffentlichkeit" das Wort. Das war in diesem Fall der Apotheker Thomas Wittleben, zusammen mit Modehändlerin Inge Bauer-Joswig einer der aktiven Kräfte im Schwarzenfelder Gewerbeverband. Er stellte unter der Überschrift "Schwarzenfeld 2030" Ideen für einen lebenswerten Ort vor und wollte im Einvernehmen mit Inge Bauer-Joswig im Rat und im Rathaus eine Diskussion anstoßen, die überfällig sei.

Wie Thomas Wittleben im Gespräch mit der NT-Redaktion erläuterte, schwebe ihm für Schwarzenfeld so etwas vor wie die Initiative "Leben findet Innenstadt", so wie sie zum Beispiel in Regenstauf vorexerziert werde.

Herausforderung meistern

Dabei geht es um die umfassende Entwicklung der Bereiche Wohnen, Einzelhandel, Handwerk, Kultur und Freizeit. Bund und Freistaat haben dafür im Programmjahr 2014 insgesamt 97 bayerischen Städten und Gemeinden Fördermittel in Höhe von rund 30,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Geld dient der Bewältigung von grundlegenden Herausforderungen in den zentralen Stadt- und Ortsbereichen. "Davon sollten wir auch etwas beanspruchen", wünschte sich Wittleben, der vor einiger Zeit bei der Industrie- und Handelskammer in Regensburg mit diesem Sachverhalt in Kontakt kam und gleich begeistert war.

"Es ist wichtig, dass Gemeinde, Räte und Bürger zusammenarbeiten, um Schwarzenfeld zu stärken", betonte auch Inge Bauer-Joswig und hoffte, dass besonders die Markträte viele positive Ideen entwickeln. Sie und Wittleben treibt die Angst um, "dass wenn man nichts macht, die Strukturen für eine funktionierende Gemeinde nicht mehr zur Verfügung stehen werden".

Beiden schwebt ein größeres Gremium vor, in dem Projekte entwickelt werden - größer, als es ihr Gewerbeverband ist. Neben der Gemeinde sollten auch die Handwerker und die Dienstleister mit ins Boot geholt werden, zu einer Art Gesamtgewerbe-Versammlung. Diese Runde müsste sich dann mit Themen wie dem Wohnen für Jung und Alt, den Möglichkeiten für junge Familien, der medizinischen Versorgung der Bevölkerung, dem schulischen Angebot, aber auch den Chancen für Handel und Gewerbe auseinandersetzen.

Stadtentwicklung planen

Interessanterweise war gestern Abend auch der für Schwarzenfeld zuständige Städteplaner Dr. Emil Lehner mit seiner Tochter Christina zu Gast beim Marktrat. Er begrüßte die Ideen des Gewerbeverbands und bat, nicht nur den Kern des Orts, sondern die ganze Kommune in die Überlegungen über eine künftige Entwicklung einzubeziehen. Lehner stellte den Räten ISEK vor, das Integrierte Stadtentwicklungskonzept. Es zu erarbeiten sei ein längerer Prozess, "in dem querbeet alles drin ist, was den Ort ausmacht". Wichtig sei das Integrierte Stadtentwicklungskonzept, damit man ganz genau Bescheid wisse über den Ort. Diese Basis sei bedeutsam für jede Art von interkommunaler Zusammenarbeit. Um die ging es im übrigen gestern Abend auch noch (weiterer Bericht folgt).
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