Neues Angebot der Schule

Nach einem Infoabend hatten sich 18 Eltern aus Schwarzenfeld/Stulln, Nabburg und Schmidgaden bereitgefunden, ihr Kind für die Ganztagsklasse anzumelden. Deren Konzept wurde nun genehmigt. Bild: Dobler
Lokales
Schwarzenfeld
23.06.2015
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Der Kultusminister genehmigte eine Ganztagsklasse an der Mittelschule Schwarzenfeld. Das führt zu zusätzlichen Angeboten und einer höheren Personalzuweisung.

Obwohl die Nachfrage durch Eltern erst im Mai offenkundig wurde, ist bereits Mitte Juni mit Schreiben des Kultusministers Ludwig Spaenle die Einrichtung einer sogenannten "Gebundenen Ganztagsklasse" in der 5. Jahrgangsstufe an der Mittelschule Schwarzenfeld genehmigt worden. Das teilte nun die Schule mit.

Bis zur neunten

Die Ganztagsklasse soll bis zur neunten Klasse weitergeführt werden und jedes Jahr soll mit der neuen fünften Klasse eine weitere Ganztagsklasse gebildet werden. Dazu können sich in Zukunft Eltern und Schüler aus den fünf Mittelschulen des Schulverbund Nördliches Naabtal mit einer Bewerbung anmelden. Die Schülerzahl der Ganztagsklasse wird dabei auf ein Maß begrenzt, das das Erreichen der Ziele sicherstellt und dabei ins Verhältnis zur Regelklasse gesetzt wird.Für dieses Jahr waren bereits mehr Anmeldungen als Plätze in der Klasse 5 b.

Mit zwölf zusätzlichen Lehrerstunden kann insbesondere die individuelle Förderung wirksam intensiviert werden. Dabei gibt es täglich Unterrichtsstunden, in denen zwei Lehrkräfte in der Ganztagsklasse 5 b sind. Dies hilft insbesondere beim Üben und Vertiefen, wenn die Schüler das neue Wissen anwenden und sichern sollen. Hier können die Lehrkräfte individuelle Bedarfe erkennen, Schwächen gezielt angehen und Lücken schließen.

Wichtiges Merkmal ist, dass der Unterrichtsvormittag bereits um 12.05 Uhr endet und die oft so unergiebige sechste Stunde nicht stattfindet.

3,50 Euro für Essen

Das Mittagessen erhalten die 18 Schüler der Ganztagsklasse im angrenzenden Altenheimsaal unter Betreuung des Kolping-Bildungswerks Schwandorf. Die Speisen bereitet die Küche des Altenheims als Drei-Gänge-Wahlmenü zum Preis von 3,50 Euro zu.

Erst um 13.15 Uhr geht es in Klassenräumen mit Übungen und Lern- und Studierzeit bis 14 Uhr weiter. Hier werden unter Anleitung der Lehrkräfte Inhalte hauptsächlich aus den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch in individuellen Übungen vertieft. Danach folgt jeweils eine Doppelstunde praxisorientierter Unterricht aus dem Pflichtprogrammm, zum Beispiel mit Werken, Sport, und Kunst. Um 15.30 Uhr ist von Montag bis Donnerstag Schulschluss, denn dann fahren die Bus- und Bahnlinien. Am Freitag haben die Schüler schon um 12.05 Uhr Unterrichtsende.

Eine Besonderheit ist der Donnerstagnachmittag. Hier haben die Schüler die Möglichkeit, zwischen zwei Angeboten zu wählen, die von externen Experten ganz bestimmte sportliche, handwerkliche, künstlerische, soziale und musische Interessen fördern. Der Schule liegen bereits Angebote vor für Judo, Handball, Schwimmen, Trommeln, gesunde Ernährung mit Kochen kleiner Gerichte, Stricken einer Wollmütze und Erste-Hilfe-Kurse vor.

Noch Anbieter erwünscht

Noch können sich Anbieter bei Schulleiter Helmut Schuster (Tel. 09435/540 010 ) melden, bei Überangeboten können auch schon Angebote für die sechste Jahrgangsstufe vorgemerkt werden.

Geplant ist auch eine besondere Förderung bei Lese-Rechtschreibschwäche sowie Rechenschwäche, eine AG Computerlernen sowie "blindes" Tastschreiben im Computerraum und eine "Klassleiterstunde" mit Fokussierung auf Sozialerziehung und Gruppenprozesse.
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