Nur zweitbeste Lösung

Der neue Übergang über die Gleise beim Bahnhof findet nicht nur Zustimmung. Eine Unterführung wäre angemessener gewesen, gerade mit Blick auf die Elektrifizierung der Strecke, hieß es. Bild: Dobler
Lokales
Schwarzenfeld
17.11.2015
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Der Bahnübergang ist seit dem Spätsommer neu gestaltet. Nicht jeder ist glücklich damit. Vor allem aus grundsätzlichen Überlegungen.

Zur Sprache brachte den Übergang Siedler-Marktrat Hans-Peter Hierl bei der letzten Sitzung des Rats. Er wies auf eine Stolperfalle hin, die den Fußmarsch über die Gleise erschweren könne.

Eigentlich ist Hierl ein Übergang direkt auf den Gleisen sowieso nicht recht. "Im Marktrat wollen wir nämlich eine Unter- oder Überführung", erläuterte er, "dass man also nicht mehr an Schranken stehen bleiben muss". Dies besonders mit Blick auf die anstehende Elektrifizierung der Strecke, die schnellere Zuggeschwindigkeiten zulässt. "Dann stehen die Menschen noch länger vor verschlossenen Schranken, was ich nicht gut finde."

In gewisser Weise werde damit das Ruit-Viertel von der Innenstadt abgeschnitten. "Ich kann mich nicht erinnern, dass sich der Marktrat für diese Art der Renovierung ausgesprochen hätte."

Für eine Unterführung spreche hingegen, dass eh nur mehr zwei Gleise genützt würden. "Außerdem haben wir schon ein Grundstück erworben, auf dem das ehemalige 'Gasthaus zur Eisenbahn' stand." Der Kauf vor 14 Monaten hatte einen wichtigen Grund darin, dass das Grundstück für die Schaffung eines Bahnüberganges von Bedeutung werden könnte, falls der bestehende Bahnübergang im Zusammenhang mit der geplanten Elektrifizierung der Bahnstrecke wegfallen sollte.
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