Oberpfälzer Fischereiverband fordert Unterstützung von Behörden und Naturschützern
Tiere sterben den "Turbinentod"

Lokales
Schwarzenfeld
01.04.2015
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Der Oberpfälzer Fischereiverband lehnt den Bau weiterer Wasserkraftwerke an Naab, Regen und Schwarzach ab. Bei der Bezirksversammlung in Schwarzenfeld forderte Bezirkspräsident Luitpold Edenhart (Schwandorf) die Streichung der sogenannten Energieeinspeisungsvergütung. Diese rechne sich nur für die Betreiber, "nicht aber für die Fische". Den Tieren drohe stattdessen der "Turbinentod".

Die Teichwirte, Forellenzüchter und Sportanglervereine beklagten zudem die "erheblichen wirtschaftlichen Schäden" durch Kormoran, Fischotter und Silberreiher. Sie erwarten von den Naturschutzorganisationen und Behörden mehr Verständnis für die Teichwirte sowie die Erlaubnis zu wirksameren Maßnahmen gegen die Fischräuber.

Der Präsident des Landesverbandes, Albert Göttle, forderte die 17 876 Mitglieder in der Oberpfalz auf, sich zur Wehr zu setzen gegen Maßnahmen, "die den Interessen der Fischerei zuwider laufen". Der Verband habe einen Naturschutzauftrag zu erfüllen und ihn auch gegen die Widerstände von Politik und Umweltverbänden durchzusetzen.

Göttle zeichnete die stellvertretenden Vorsitzenden des Sportanglerbundes Weiden, Herbert Reitzig und Alfred Beck, mit der silbernen Ehrennadel des Landesverbandes aus und würdigte deren "jahrzehntelangen Einsatz für das Fischereiwesen". Der langjährige Bezirkspräsident Luitpold Edenhart wurde bei den Neuwahlen im Amt bestätigt.
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