Ortsgeschichte als Schachbrett

Eine Reise durch die Ortsgeschichte unternahmen Bürgermeister Manfred Rodde (rechts) und die Gäste bei der Eröffnung der Ausstellung in den Räumen eines ehemaligen Drogeriemarktes. Bild: aub
Lokales
Schwarzenfeld
05.05.2015
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Mit seinem Kaiser-Edikt vom 17. April 1015 markierte Heinrich II. das wohl wichtigste Datum für Schwarzenfeld. Grund genug, in einer Ausstellung Marksteine dieser seither bewegten Ortsgeschichte anschaulich zu machen.

(aub) "Wir überblicken kaum ein Menschenleben, geschweige denn jene 1000 Jahre, die seit der Erstnennung als 'Suarzinvelt' vergingen", betonte Bürgermeister Manfred Rodde in seiner Begrüßungsrede bei der Ausstellungseröffnung am Sonntag. Er ergänzte: "Die jüngste Zeit erleben wir zum Glück in Frieden und Freiheit". Darüber hinaus gab es wichtige Ereignisse, Persönlichkeiten oder Entwicklungen, die es lohnen, als Beitrag zum Jubiläumsjahr, in einer Ausstellung gewürdigt zu werden.

Zur Umsetzung dieser Aufgabe wurden die Kunsthistorikerin und Nabburger Museumsleiterin Christa Haubelt-Schlosser zusammen mit ihrem Mann, Grafik-Designer Raphael Haubelt, gewonnen. Letzterer fungierte bereits zu Beginn als Berater des Kernteams "Jubiläumsjahr" und entwarf auch das Logo dafür. Angesichts der zum Thema "Ausstellung" durchaus wechselhaften Vorgeschichte betonte Ausschussvorsitzender Peter Neumeier nun die Erleichterung aller über die gefundene Lösung und resümierte: "Das Resultat sehen wir heute hier vor uns - und ich meine, es kann sich sehen lassen."

Bei den Ausstellungen "Biermudadreieck - die verschwundenen Brauereien" sowie "150 Jahre Eisenbahn" seien bereits seit 2013 zarte Bande zu den umliegenden Gemeinden geknüpft worden, erinnerte Christa Haubelt-Schlosser. "Über den eigenen Tellerrand des Nabburger Stadtmuseums zu schauen", sah sie sowohl als Herausforderung, sich in kurzer Zeit über die Wilhelm'schen Chronik hinaus das nötige Wissen anzueignen, und zugleich Ehre, diese spannende Aufgabe umzusetzen zu dürfen.

Nach einem kurzen Themenüberblick erläuterte Raphael Haubelt die optische Gestaltung: Was könnte die Bedeutung der "Schwarzen-Felder" besser verdeutlichen als ein Schachbrett? "Wir als Konzeptoren empfanden uns als 'Springer' zwischen zwei geschichtlich eng verknüpften Orten, erklommen Stufe um Stufe den 'Turm', um uns Überblick zu verschaffen, gehörten zu den Er-'Bauern' der Präsentation und bedanken uns bei den 'Läufern' vor Ort für tatkräftige oder organisatorische Unterstützung", unterstrich er.

Nun sei es an den Schwarzenfeldern, mit dem großem Herzen einer Königin oder eines Königs - wie im Logo - alle Felder ihrer Geschichte für sich zu erobern und noch weiße, freie Plätze in den Vitrinen, mit Exponaten zu füllen. So werde die Ausstellung nebst historischem Film und Bilderschau im hinteren Teil auch künftig stets Abwechslung bieten.
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