Plädoyer für Milchprodukte

Bei ihrer Fortbildung wurden die 24 Ernährungsreferentinnen aus der Oberpfalz und dem Landkreis Eichstätt von der Bayerischen Milchprinzessin Eva-Maria Bäuml (Mitte) in den Naabtaler Milchwerken empfangen. Bild: Dobler
Lokales
Schwarzenfeld
29.10.2015
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Praktisch alle Lebensmittel kommen irgendwann in die Kritik. Bei der Milch war es kürzlich soweit. Diplomökotrophologin Elisabeth Beer vom Landwirtschaftsamt hielt nun dagegen: "Milch, Käse und Co sind echte Multitalente in der Ernährung."

Diese Überzeugung vertrat die Leiterin der Abteilung Bildung und Beratung des Amtes bei einer Zusammenkunft in Schwarzenfeld. Auf Einladung ihres Büros sowie des Bildungswerkes des Bayerischen Bauernverbandes haben sich dort 24 Ernährungsreferentinnen aus der Oberpfalz und dem Landkreis Eichstätt zu ihrer diesjährigen Fortbildung getroffen. Dabei wurden sie von der amtierenden Milchprinzessin Eva-Maria Bäuml und der Erzeugerberaterin Heidi Kolb in den Naabtaler Milchwerken in Empfang genommen. Beide Frauen sind in dem Betrieb beschäftigt und hatten für die Gruppe eine Führung durch die Produktion vereinbart, um dort die Milchverarbeitung kennen zu lernen.

Danach ging es weiter in die Kochschule Burkhards Landgenuss zu Küchenmeisterin Maria Burkhard. Sie begrüßte die Ernährungsreferentinnen mit Vorspeisen aus Milchprodukten und zeigte weitere Feinheiten aus der Milch- und Käseküche. Für den informierenden Teil der Fortbildung sorgte Elisabeth Beer, die über die Inhaltsstoffe der Milch, über neueste Studienergebnisse, aber auch über Milchalternativen sprach.

So fördere beispielsweise der Milchverzehr bei zweijährigen Kindern und bei Teenagern das Längenwachstum. Sowohl im Kraftsport wie auch im Ausdauersport könne Milch eine gute und günstige Alternative zu Sportgetränken darstellen. "Es gibt Hinweise, dass einzelne Inhaltsstoffe eine Schutzwirkung besitzen und das Risiko für Bluthochdruck und Diabetes mellitus verringern", betonte Beer.

Bei einer Milchverkostung konnten die Teilnehmerinnen vier Alternativen zur Kuhmilch probieren. Zum einen laktosefreie Milch, die wegen der aufgespaltenen Laktose süßer schmeckt und bei Laktoseunverträglichkeit getrunken werden kann. Für Kuhmilchallergiker wiederum gab es Ziegenmilch, sowie Soja- und Mandeldrinks.

"Milchprodukte gehören zu den Lebensmitteln, die täglich mehrmals auf dem Speiseplan stehen sollten", zeigte sich Beer überzeugt. Sie würden hochwertiges Eiweiß liefern, gut bekömmliches Fett und sie seien die Hauptquelle für Calcium und B-Vitamine. "Außerdem enthalten sie in nennenswertem Umfang die Mineralstoffe Magnesium, Zink und, in konventionell erzeugter Milch, auch Jod." So seien sie "echte Multitalente in der Ernährung", zeigte sie sich überzeugt.
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