Polka, Swing und Deep Purple

Lokales
Schwarzenfeld
02.05.2015
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Das Konzert-Publikum war begeistert, die Verantwortlichen zeigten sich überaus zufrieden. Mit dem "Jungbläser-Coaching" wurden neue Wege beschritten.

"Auf geht's Leit, es is FeNaSch-Zeit". Unter diesem Motto startete das Konzert der über 80 Jungmusiker in der Sportparkhalle. Mit dem Satz "ohne Bläserklasse keine Klasse Bläser", brachte es der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB), Joseph Ferstl, beim Abschlusskonzert "Jungbläser-Coaching" auf den Punkt. In den zurückliegenden Wochen hatten die Teilnehmer dieses Pilotprojektes unter der Leitung von stellvertretendem Bezirksdirigenten Stefan Neger und Karin Raab sehr viel geübt. In den Heimatvereinen waren zusätzliche Unterrichtsstunden angesetzt. Die musikalische Bandbreite der zwei hochmotivierten Jugendorchester reichte von Musicalmelodien über Polka bis hin zu Marschkompositionen.

Den gut 300 Zuhörern in der Sportparkhalle ließ Ferstl eingangs wissen, dass die Anfänge zu diesem Pilotprojekt im Herbst 2012 liegen. Damals hatten die Jugendblaskapellen Fensterbach, Nabburg und Schwarzenfeld die "Jungbläser-Arge FeNaSch" gegründet. Daraus entstand in Zusammenarbeit mit dem NBMB-Kreisverband das Fortbildungsmodul "Jungbläser-Coaching." Die Jungmusiker der benachbarten Jugendblaskapellen und der Nachwuchs der Stadtkapelle Neunburg vorm Wald erhielten weiterführenden Unterricht in zwei Orchesterbesetzungen.

Orchestererfahrung

Damit soll, so der Redner, zielgerichtet die Nachwuchsausbildung in den Heimatkapellen verbessert werden. Die Jungbläser erhielten eine reale Chance, echte Orchestererfahrung zu sammeln, was im Heimatverein oft schwierig sei. Musikalisch begrüßt wurden die Gäste mit "Free Day" von Brian Connery. Weil die "Youngsters" unter der Regie von Dirigentin Raab gleich die gesamte Bandbreite ihres Könnens zeigen wollten, präsentierten sie mit der amüsanten Polka "Ho-Ruck Bum" aus der Feder von Erwin Zsaitsits, dass sie das Grundhandwerk der Blasmusik sehr wohl beherrschen.

Da es so schön war, legten sie mit der Intonierung von "Swinging Youngster", einem leichten Swing von Franz Watz, nach. Mit dem Stück "Theme from New York, New York" von Michael Story konnten die Zuhörer Eindrücke dieser großen Stadt sammeln. Die "Youngsters" verabschiedeten sich gekonnt mit dem flotten "Mamma Mia" der schwedischen Popgruppe Abba.

Die jungen "Oldies", welche zum Teil schon vergangenes Jahr zusammen bei "FeNaSch" spielten, eröffneten den zweiten Teil unter der Stabführung von Stefan Neger mit "Little Overture" von Josef Bönisch. Mit "Laurena", einem Werk des Flamen Johan Nijs, begeisterten die Instrumentalisten mit einfachen und lieblichen Melodielinien. Das Stück "The little Musican" bot ausgedehnte Möglichkeiten zum Üben wichtiger Elemente wie Klangbildung und Dynamik. Das brachten die 50 Mitglieder der Formation deutlich rüber.

Nach der Pause sorgten vom ersten Ton an die swingenden Elemente von "Soldier's Song" von Frede Gines für eine fröhliche Note. Das Volkslied aus Jamaika versprühte Lebensfreude und karibische Ausgelassenheit. Danach folgte von Michael Oare "To Reach the Summit. Beim "The Gold Rush of 1849" von Rob Grice zeigten die Schlagzeuger ihre Qualitäten und wurden bis zum Schluss gefordert. Mit "Rock About" von Frede Gines wurde die Stimmung im Saal erneut angeheizt. Sie steigerte sich zum abschließenden "Smoke on the Water", der Rock-Hymne der britischen Band Deep Purple aus den 70er Jahren.

Schwungvolle Zugabe

Den Abschluss bildete der Gemeinschaftschor beider Gruppierungen mit der "SMS-Polka" und dem "Sternschnuppen-Walzer von Alexander Pfluger. Aus dessen Feder stammt auch die schwungvolle Zugabe "Transformers", mit der sich die Projektorchester von einem begeisterten Publikum verabschiedeten. "Die jungen Musikerinnen und Musiker haben wahnsinnig viel gelernt. Sie können eine Menge in die Heimatverein mit nach Hause nehmen", so das Fazit.
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