Proben für dritten Akt des Festspiels "Die Holnsteiner" beginnen - Ab Montag Kartenvorverkauf
Nun ist der "Rossober" an der Reihe

Erzherzogin Maria Amalie (Gabi Wittleben) zofft sich oft mit ihrem Gemahl, Karl Albrecht, Kurprinz von Bayern, der sich gern mit jungen Dingern verlustiert. Bild: hfz
Lokales
Schwarzenfeld
28.03.2015
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Seit Ende Januar wird intensiv geübt. Die beiden ersten Akte - "Ein kurfürstlicher Seitensprung mit Folgen" und "Glutäugige Fronbergerin in der Schönheitengalerie" - sind durch. "Die Schauspieler sind klasse. Alle haben im Vorfeld ihren Text schon gelernt, so dass wir gleich ohne Textheft zu proben beginnen konnten ", lobt Regisseurin Jutta Bollwein. Alle Akteure sind Laien. Viele standen noch nie auf einer Bühne. Da sich kein Handlungsstrang durch das Stück von Helga Katrin Stano zieht, die einzelnen Akte zu verschiedenen, aber prägenden Zeiten der Holnsteiner spielen, braucht es viele Darsteller.

Kein Wunder also, dass diejenigen, die im dritten Akt - zur Zeit des Märchenkönigs Ludwig II. - auftreten, es kaum mehr erwarten können, ins schauspielerische Geschehen einzugreifen. "Geprobt wird oft drei Stunden lang. Das ist für alle ziemlich anstrengend, und trotzdem herrscht sehr gute Laune. Wir lachen viel, alle sind sehr diszipliniert: toll", fährt Bollwein fort. Im April werden die Kostüme ausgesucht. Das gibt noch einmal einen positiven Schub, weil die Identifikation mit der Rolle leichter fällt, als in Jeans und T-Shirt. Die Schauspieler haben sich zum Teil über die Person, die sie darstellen, schlau gemacht, genauso wie über den geschichtlichen Hintergrund, ist die Regisseurin begeistert. "Vor kurzem besichtigte die Kammerzofe (Lisa Böckl) unserer Erzherzogin Maria Amalie (Gabi Wittleben) aus Gründen der Weiterbildung Schloss Neuschwanstein. Daraufhin wurde eingehend darüber diskutiert, ob Maria Amalie zukünftig den Mindestlohn wieder kürzen soll, wenn sich das Personal so teure Reisen leisten kann," lacht die Regisseurin, die aus Schwarzenfeld stammt.

Mitte Mai wird nach den Plänen der Regie das ganze Stück zum ersten Mal auf die Bühne gebracht, für den Techniker, der anschließend den Technikplan entwirft. Die musikalische Begleitung, passend zur jeweiligen Epoche, ist ebenfalls im Werden. Irgendwann wird auch mit Bühnenbild und Kulissen im Jugendheim geprobt. Die Arbeit geht bis zur Premiere am 9. Oktober vor allem dem Organisationsteam um Regisseurin Jutta Bollwein also nicht aus.
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