Raus aus der Konsumhaltung

Pfarrer Heinrich Rosner und Pfarrgemeinderatssprecherin Angela Dausch zogen bei der Pfarrversammlung positive Bilanz. Bild: ohr
Lokales
Schwarzenfeld
12.11.2014
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In der Pfarrversammlung 2014 zogen Pfarrer Heinrich Rosner und die kirchlichen Gremien Bilanz. "Viele Ideen werden eingebracht und es bewegt sich etwas", resümierte Pfarrgemeinderatssprecherin Angela Dausch.

(ohr) Mit zwei Liedern stimmte der Chor unter der Leitung von Kirchenmusiker Michael Koch auf die Zusammenkunft im Jugendheim Schwarzenfeld ein. "Der neue Chef ist mit Herzblut dabei, ist ein Pfarrer zum Anfassen und Dinge werden vorangebracht", freute sich Dausch bei ihrem Rückblick. Die Möglichkeit zum Besuch zum Sonntagsgottesdiensts besteht jeweils um 8.30 und 10.30 Uhr; die Messfeiern an Werktagen sind unverändert.

Der von Christine Vollath auf die Beine gestellte Kinderchor "Piccolo" kommt gut an. Zur evangelischen Kirchengemeinde werden die bestehenden Kontakte weiter ausgebaut. Eifrig wird auch der Alte Pfarrhof genutzt. Der Frauenbund bietet einen Strickkreis an und ein Eine-Welt-Laden ist eingerichtet: Zum Beispiel werden Bananen aus Guatemala über ganz Deutschland verteilt und die Bauern aus Mittelamerika erhalten einen fairen Preis.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern zur Vorbereitung ihrer Kinder auf die Erstkommunion nahm einen erfreulichen Anfang. Die Projekte zur Hinführung der Firmlinge mit Paten und Eltern auf die Spende des heiligen Sakramentes stieß ebenfalls auf ein positives Echo. Junge Familien finden wieder einen Weg zum Gottesdienst.

Laut Ausführungen von Angela Dausch war das Pfarrfest eine gelungene Veranstaltung und die große Bereitschaft zur Mitarbeit verdiene Anerkennung. Der innere Planungstag findet am 8. Februar 2015 statt. Die Begleitung Sterbender mit Hilfe von Hospizmitarbeiterinnen zu Hause und in Senivita sei ihm ein Herzensanliegen, betonte Pfarrer Rosner.

Das Pfarrbüro ist von zwei Halbtagskräften besetzt. Sieglinde Norgauer ist hauptsächlich für die Finanzen zuständig und Christa Baumer kümmert sich schwerpunktmäßig um Verwaltungsaufgaben.

Mutwilliges Zerstören

Kirchenpflegerin Michaela Lang beleuchtete erbrachte Investitionen für kirchliche Institutionen: Die Ausgaben für eine große Gemeinschaftsküche sowie für zwei kleinere Küchen der beiden Kindergärten St. Martin und St. Josef summierten sich auf circa 70 000 Euro. Die Kosten der neuen Heizungsanlage für letztere Einrichtung beliefen sich auf rund 23 000 Euro.

Die an der Nordseite der Marienkirche montierte Überwachungskamera soll das mutwillige Zerstören von Fenstern verhindern. Der bisher angerichtete Schaden liegt annähernd bei 4000 Euro. Für die Pfarrkirche ist der Einbau einer neuer Lautsprecheranlage vorgesehen. Auch die tragbare Anlage soll ersetzt werden. Der Finanzaufwand liegt bei 10 000 Euro. Das Ministrantenzimmer konnte umgebaut und renoviert werden. Bei den Maßnahmen wurden heimische Firmen berücksichtigt, merkte abschließend die Kirchenpflegerin an.

"Schwarzenfeld ist eine konservative Pfarrgemeinde", konstatierte Moderator Gerd Geisa in seinem Statement. Wichtig sei, was könne der Einzelne für seine Pfarrgemeinde einbringen. Die Gläubigen müssten aus der "Konsumenten-Haltung" herauskommen und Kirche aktiv mitgestalten.

Angesprochen wurde auch der Neubau des Pfarrhofs. Darüber berichtete der NT bereits am Wochenende.
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