Roratefeier im Bergkittel

Die "Stullner Sänger" unter der Leitung von Heinz Prokisch (sitzend) mit Burkhard Rübe, Michael Prechtl, Hans Bodensteiner, Karl -Heinz Schröder, Hans Klar und Willi Stöckerl (von links) sind Garanten für eine innige und gefühlvolle Gestaltung des "Bergmann -Rorate". Bild: ohr
Lokales
Schwarzenfeld
19.12.2014
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Gefühlvoll und im passenden Ambiente leiteten die "Stullner Sänger" auf das Fest hin. In dem Bergmann-Rorate wurde aber auch die schwere Arbeit der Kumpel wieder lebendig.

Im matten Licht von rund 150 Wachskerzen gab der Innenraum der Dionysiuskirche an der Schlossstraße dem Bergmann-Rorate - von den Stullnern Sängern in vierstimmig gesetzten Liedern gestaltet - ein vorweihnachtliches Ambiente ab. Nach dem Verstummen des Glockengeläuts zogen die Fahnenabordnungen der Knappenvereine Stulln/Schwarzenfeld und Wölsendorf/Marienschacht im Bergkittel durch den ins Halbdunkel getauchten Mittelgang ein und positionierten sich seitwärts im Altarraum.

Auch die Heiligengruppe im Deckengemälde mit Margareta, Katharina und Barbara, abgebildet mit den Attributen Kelch und Turm, stellt als Schutzpatronin der Bergleute eine Verbindung zum Bergbau her. Die Männergesangsgruppe in Akkordeonbegleitung von Heinz Prokisch führte mit dem Adventslied "Rorate" - es bringt die Sehnsucht der Menschen nach dem Erlöser zum Ausdruck - und "Hab Erbarmen güt'ger Vater" aus der Bleiberger Knappenmesse von Erwin Lackner zur Messfeier hin. Diese wurde zelebriert von Kaplan Joseph Kokkoth.

Innig und einfühlsam stimmten die Männer zur Gabenbereitung "Maria, Jungfrau voller Ehr" und "Heilig, heilig, Herr, sind deine Taten" zum Sanctus an. "Im Dunkel lag die ganze Welt" aus der Christkindlmess von Fritz Morgenschweis und Adolf Eichenseer erklang zum Agnus Dei. Die drei Strophen beinhalten den Ruf nach dem Erbarmen Gottes, da die Menschen in tiefer Schuld stehen. "Nun es nahen sich die Stunden" (Volksgut) lässt das unsichere Auffinden einer Herberge fürs göttliche Kind verspüren. Nach "Herrgott, wir danken dir" (Knappenmesse) setzten die Stullner Sänger mit "Der Bergmann im schwarzen Gewande" den krönenden Akzent. Die Zuhörer konnten das mühselige Rackern in der Grube und den harten Erwerb fürs tägliche Brot nachempfinden, aber auch durch das Graben nach Schätzen wie Gold und Kohle die Bedeutung für die Gesellschaft erkennen.

Kaplan Joseph Kokkoth bedankte sich bei den Bergknappen und der Gesangsgruppe für die musikalische Gestaltung des "Bergmann-Rorate". Lang anhaltender Applaus brachte die Anerkennung für die gefühlvolle Darbietung der Lieder als Wegweiser zum Weihnachtsfest zum Ausdruck.
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