Schlossparkfest in Schwarzenfeld - Videos und Bilder
Ein Wochenende voll Musik

Die Helium gefüllten Luftballons machen nicht nur den Kleinsten Freude. Bild: Dobler
Lokales
Schwarzenfeld
29.06.2015
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Heutzutage rocken ja auch Ältere. "Die beiden neben mir könnten meine Väter sein", alberte Gitarrist Harald Knobloch beim Auftritt herum. "Und welcher ist es nun?", wollte ein Scherzbold aus dem Publikum wissen.

Natürlich keiner von beiden. Die honorigen Herren neben dem jungen Pastor waren links ein erfolgreicher Architekt und rechts ein Bankdirektor im Ruhestand. Deren höheres Alter hinderte sie aber nicht, dem Publikum im Schlosspark zu zeigen, wo der Rock-Hammer hängt. Wenn man dann noch den Drummer dazunimmt, ein eher jüngerer Mann, der ebenfalls als Pastor arbeitet, so hatte man das bemerkenswerte Quartett "Holy Jukebox" beisammen, das mit seinem harten Sound so gar keine andächtigen Gefühle aufkommen ließ.

Größen der Szene

Das war das Schöne am Schlossparkfest am Wochenende: Wer Musik mochte, wurde in fast jeder Form bedient (Klassik gab es nicht, dafür aber Chorgesang), und zwar auf hohem Niveau. Die Steff-Keller-Band war am Samstag Abend der absolute Hit. Für sie füllte sich der Platz vor der großen Bühne noch einmal ordentlich, obwohl es schon fest auf Mitternacht zuging, während die Band aus dem Chiemgau auftrat.

Größer geht's nicht mehr, zumindest in Schwarzenfeld. Was sich das Vorbereitungsteam für das Schlossparkfest zum Jubiläum des Marktes hat einfallen lassen, setzte neue Maßstäbe des Feierns. Bilder von Gerhard Götz

Schon mit den Namen der Rockbands, die sich auf der großen und der (nur etwas kleineren) kleinen Bühne ein Stelldichein gaben, könnte man einen Artikel füllen, ohne dass man alle erwähnen müsste. Es waren Duos dabei wie "Out of Pocket" oder Gruppen wie "Walkin' the Talk", die eher leisere Töne anschlugen, aber auch Dampfhämmer wie "The Fantastic Pepperboyz". Die fünf Größen der Oberpfälzer Musikszene huldigen mit ihrem scharfen Allstar-Projekt dem Rock'n'Roll, Rhythm & Blues, Hardrock und Soul. In eine ähnliche Kerbe schlugen "Crossing Railroad" aus Floß, die Amberger Lokalmatadoren "Bourbon", die unverwüstliche "Rattle Gang" aus Schwandorf und noch manche andere - etwa "Woodway" um den Schwarzenfelder Profimusiker Ben Steinbacher, der nur einen Steinwurf vom Schlosspark entfernt wohnt.



Für ganz andere Ohren (oder doch die gleichen?) war die Musik von "Jazzkalation" und "Swing-a-ling-ding" gedacht, die ihre Stilrichtung schon im Namen tragen und jeweils in Bigband-Formation auftraten. Und natürlich waren auch Blechbläser dabei. Die dürfen auf keinem Oberpfälzer Fest dieser Größenordnung fehlen - vor allem dann nicht, wenn es so hörenswerte Eigengewächse sind wie die Musikkapelle Schwarzenfeld. Als singende Frontfrau des Ensembles präsentierte sich nach längerer Verletzungspause erstmals wieder Marita Lobenhofer, die mit ihrem Josef, dem Dirigenten der Kapelle, zu Herzen gehende Lieder zum Besten gab.



Ungewohnte Töne schlugen dann die Regensburger Flamencogruppe "Los Floreos" an, die andalusischen Flair auf die Schlossparkbühne brachte, sowie die Bauchtanzgruppe um die Schwarzenfelderin Anette Großer. Wer es hingegen besinnlich mochte, der konnte sich vom Bergchor "St. Barbara", der von Herbert Reger (Piano) und Bernd Ulbrich (Dirigent) im Takt gehalten wurde, Ständchen singen lassen.
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