Schöne Töne für offene Ohren

Lokales
Schwarzenfeld
26.09.2014
2
0

"Mir san vom Woid dahoam" versichern Volksmusikgruppen gern in Liedform. Dass sie künstlerisch trotzdem nicht auf der sprichwörtlichen "Brennsuppn" daherkamen, zeigten die Akteure bei einem musikalischen Herbstfest.

Starken Anklang fand das musikalische Herbstfest für die Senioren im Landkreis unter dem Motto "Frisch aufg'spuilt, g'sunga und g'lacht". Ein umfangreiches, buntes Programm mit rund 50 Auftritten stellte die "Senioren-aktiv"-Gruppe der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) des Landkreises Schwandorf unter der Leitung von Fridolin Gans auf die Beine.

Der KAB-Kreisvorsitzende freute sich über den ausgezeichneten Besuch und hieß die Ehrengäste -unter ihnen Martha Beer und Georg Hottner - sowie die einzelnen Ortsgruppen und den VdK Schwarzenfeld herzlich willkommen. Bürgermeisterin der Stadt Schwandorf, Martina Engelhardt -Kopf, war von gutem Zuspruch beeindruckt und bedankte sich für das Engagement der Mitwirkenden.

Vor ihrer ersten Darbietung stellten sich die Musikgruppen und die Einzel-Akteure jeweils vor. Die Gebrüder Josef (Klarinette) und Albert (Akkordeon) aus Wackersdorf gaben mit "Wir wollen ja Freunde sein" den Auftakt. Als weitere Darbietungen folgten unter anderem "Drehscheim-Polka" "Fronberger Kirwa-Walzer" und das Lied "Mir san vom Woid dahoam".

Riesenapplaus

Die Veehharfengruppe "Schwarzachtal" leitet Agnes Herrmann aus Wölsendorf und die Spielerinnen fanden gleich zum Einstieg mit "Nimm dir Zeit" und den "Bretenauer Walzer" den richtigen Ton und erfreuten die Besucher mit noch mehreren Stücken. Die volkstümlichen von der Mundart geprägten Lieder des "Murachtaler Dreigesang" - zum Beispiel "Grüß Gott ihr lieb'n Leit" oder "Wenn da Bauer sei letzte Kuah verkaft" - ernteten gleich zu Beginn einen Riesenapplaus. Kräftig sangen die Seniorinnen und Senioren beim bekannten Volksied "Tief drin im Böhmerwald" mit.

Heimathumoristin Maria Dickert aus Saltendorf eröffnete den Reigen der Mundartgedichte und Geschichten. Nach eigenen Angaben schreibt sie bereits von Jugend auf Beiträge für die verschiedensten Anlässe. Die wahren Begebenheiten "Mit dem Maxl in da Kircha" und "Gelobt sei Jesus Christus" mit jeweils überraschendem Ausgang sorgten beim Publikum für Heiterkeit.

Auch die weiteren Heimatdichter Hans Scharl aus Naabsiegenhofen mit "Unser Garten" und der "Arztbesuch" sowie Angela Göth aus Schwandorf - sie gehört zum Kreis der Sonntagsdichter - mit "Das Dampfbügeleisen" und "Der Seitensprung" boten unbeschwerte Kost mit amüsantem Unterhaltungswert. Die gemeinsam gesungene Bayernhymne beendete den gemütlichen Nachmittag.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2014 (8406)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.