Schwarzenfelder Schachspieler unterliegen SC Erbendorf
Fehlstart in die Saison

Lokales
Schwarzenfeld
23.10.2014
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Praktisch über Nacht platzte der Traum der Schwarzenfelder Denksportler, mit einem Sieg in die neue Bezirksliga Saison zu starten. Nachdem man kurzfristig auf vier Stammspieler verzichten musste, kam die knappe 3,5:4,5 Niederlage nicht ganz überraschend.

Schon der Wettkampfbeginn war alles andere als gelungen. Claudius Kutscher, bekannt für offensive und druckvolle Eröffnungen, fand nicht in die Partie und musste bereits nach einer Stunde, mit einem Figurenverlust die Segel streichen. Schon kurze Zeit danach war auch Dietmar Fröbe zur Aufgabe gezwungen. Er hatte eine geschickte Doppelfalle seines starken Gegners unterschätzt und ging mit Materialverlust aus der Zugfolge heraus. Den Anschluss zum 1:2 stellte Michael Weiß her. Mit starkem Angriffsspiel hatte er die Stellung seines Widersachers förmlich zerfetzt. Nach dem Gewinn einer Figur und mehrerer Bauern, gab dieser entnervt auf. Heinz Seifert spielte von Beginn an eine solide Partie mit guten Gewinnaussichten. Nach einem unnötigen Figurenopfer war jedoch sein Vorteil verflogen und er konnte nur noch in die unbefriedigende Punkteteilung einwilligen.

Hoffnung keimte noch einmal auf, als Mannschaftsführer Edgar Mulzer seine Gewinnpartie zum 2,5:2,5 Zwischenstand vermelden konnte. Nach fehlerfreiem Auftakt verstärkte er nach und nach den Druck auf die Stellung seines Widersachers und ließ diesen nie zur Entfaltung kommen. Aufkommende Nervosität aufgrund der drohenden Zeitnot führten schließlich zum entscheidenden Fehlgriff seines Gegners. Eine sichere und solide Partie lieferte Hans Tranitz ab. Er kam nie in Bedrängnis, konnte aber auch seinen Gegenüber nicht in ernsthafte Schwierigkeiten bringen. Der Versuch der beiden Kontrahenten einen Gewinnweg zu finden endete in der gerechten Punkteteilung.

Heinrich Federer konnte in diesem Wettkampf nicht an die Leistungen der letzten Saison anknüpfen. Er fand von Anfang an kaum zu seinem sicheren Kombinationsspiel. Mit zunehmender Spieldauer löste sich seine Stellung unter dem Dauerdruck seines Gegners auf, was schlussendlich zur Aufgabe führte. Nun musste das Spitzenbrett entscheiden, an dem Jürgen Lautner die Steine führte. Ein Sieg war nötig, um wenigstens noch ein 4:4 zu erreichen. Um es kurz zu machen, an diesem Brett saßen sich zwei Spieler auf Augenhöhe gegenüber, die sich während der ganzen Zeit nichts geschenkt hatten. Lautner war der Aktivere der Beiden, musste aber trotz aller Bemühungen in ein Unentschieden einwilligen, da er die Stellung seines Gegners nicht entscheidend schwächen konnte - Schlussstand somit 3,5:4,5.

Die Niederlage gleich zu Beginn ist nicht schön, aber auch kein Beinbruch. Nach dem Abgang zweier starker Leistungsträger wird man in dieser Saison kleinere Brötchen backen müssen. Statt, wie in der Vergangenheit um die Spitze mitzuspielen, wird man versuchen sich im sicheren Mittelfeld zu etablieren.
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