Sich immer neu motivieren

Die beiden Jahnspieler Romas Dressler (vorne) und Sebastian Nachreiner standen den Schülern der Mittelschule Schwarzenfeld Rede und Antwort, gaben Autogramme und leiteten eine Übungseinheit. Im Hintergrund der Sportkoordinator der Schule, Martin Gradl. Bild: rid
Lokales
Schwarzenfeld
13.10.2014
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Als Tabellenletzter der 3. Bundesliga fällt es den Jahn-Spielern derzeit nicht leicht, sich und andere zu motivieren. Dennoch gehen die Regensburger Profis hinaus in die ostbayerischen Schulen und ermuntern die Jugendlichen, sich immer wieder Ziele zu setzen und durchzuhalten.

Gestern war SSV-Kapitän Sebastian Nachreiner gemeinsam mit seinem Mannschaftskameraden Romas Dressler in der Mittelschule Schwarzenfeld zu Gast und forderte die Schüler der neunten und zehnten Klasse auf, in der Schule und später im Beruf "am Ball" zu bleiben und die Ziele so zu fokussieren, "dass sie auch erreichbar sind".

"Der SSV Jahn Regensburg möchte Brücken bauen für Menschen, die sich aus verschiedenen Gründen mit Hindernissen konfrontiert sehen", betonte Johannes Fuchs in der Projektvorstellung. Der Fanbeauftragte des Regensburger Traditionsvereins nimmt regelmäßig Profis mit auf die Tour "Jahn Motivation" durch die ostbayerischen Landkreise und appelliert an den Fleiß und den Ehrgeiz der Jugendlichen. Die Mittelschule Schwarzenfeld hat als einzige Schule im Landkreis bislang den Zuschlag erhalten.

Johannes Fuchs ermunterte die Schüler, sich auf dem Weg zu den Zielen helfen zu lassen von Lehrern, Eltern und Freunden. "Wer hart gearbeitet und ein Ziel erreicht hat, darf hinterher auch feiern", so der Fanbeauftragte. Zu feiern gibt es bei den Jahn-Profis momentan wenig. "Wir müssen mit harter Arbeit und Disziplin versuchen, uns aus dem Tabellenkeller zu befreien", so die Jahn-Profis. Auf dem Weg dahin müssen Sebastian Nachreiner und Romas Dressler derzeit mit einigen Rückschlägen fertig werden. Beide sind momentan verletzt, spüren aber den Druck der Fans, die nach Niederlagen ihrem Unmut freien Lauf lassen. "Mit solchen Situationen musst du umgehen lernen, wenn du zu einer Persönlichkeit heranreifen willst", machte der Jahn-Kapitän den Jugendlichen deutlich.

Ob sie sich denn von ihrem Gehalt ein teures Auto leisten können, wollte ein Schüler wissen. "Einen Ferrari nicht", so die schlagfertige Antwort von Romas Dressler, dem Sohn litauischer Eltern. Aber für einen Mittelklassewagen einer Nobelmarken reiche es schon.

Morgen ein Spiel

Nach der Autogrammstunde ging es in die Turnhalle. Dort zeigten die Profis den Schülern Übungseinheiten aus ihrem Training. Am morgigen Mittwoch tritt der SSV Jahn Regensburg im Schwandorfer Sepp-Simon-Stadion gegen eine Kreisauswahl an. Eine weitere Geste der Regensburger Profis an die Fußballprovinz.
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