Sozialanwalt der Schwachen

Lokales
Schwarzenfeld
01.10.2015
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Die Schere von Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Umso wichtiger erscheint es dem VdK, sich für benachteiligte Menschen, auch jene mit Behinderung, einzusetzen. Das gilt auch für den VdK-Ortsverband Schwarzenfeld. Er traf sich im Jugendheim am Miesberg

Die kommissarische Leiterin Edda Gradl freute sich, dass die Anwesenden, die auch mit einem Fahrdienst zur Versammlung gebracht wurden, mit ihrem Kommen das Interesse an der Arbeit im VdK bekunden würden. Bernd Steinkirchner vom VdK-Kreisverband informierte, die Mitgliederzahl im Ortsverband würde in diesem Jahr 1051 betragen - dies bedeute einen Zuwachs von 159 Mitgliedern seit dem Jahre 2010. "Mit diesem Zuwachs im Rücken dürfen wir nicht nachlassen und müssen unsere Arbeit fortsetzen." Ohne ständige und hartnäckige Forderungen des Sozialverbandes wäre das Pflegestärkungsgesetz nicht verabschiedet worden.

Fünf Pflegegrade

"Pflege geht jeden an": Zu diesem Thema gab es eine Podiumsdiskussion in Schwarzenfeld, an die Steinkirchner erinnerte. Wichtig sei, dass die Leistungen in der Pflege, gerade für die an Demenz erkrankten Menschen, verbessert werden. Auch bei den Pflegestufen werden sich Änderungen ergeben. Es wird zukünftig nicht mehr drei, sondern fünf Pflegegrade geben.

Der VdK will, dass in Zukunft alle ihre Pflegeleistungen weiter erhalten, da die Altersarmut auch in Zukunft ein Thema bleiben wird. Die Schere zwischen Arm und Reich gehe zu weit auseinander und diese Tendenz müsse aufgehalten werden. "Es soll sich lohnen, bei angemessenen Einkommen zu arbeiten, es muss zum Leben reichen und später auch für eine ausreichende Rente", sagte der Sprecher.

Auch die Rentenreform brauche dringend Handlungsbedarf. "Es darf nicht sein, dass bis zum Jahre 2030 diese auf 43 Prozent gesenkt wird und die Altersarmut dadurch nicht verhindert werden kann." Der VdK fordert grundsätzlich die Abschaffung der Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten. Als weiteren Schwerpunkt für den Sozialverband bezeichnete Steinkirchner die Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer und Menschen, die auf Rollatoren oder Krücken angewiesen sind, sowie für Blinde oder Gehörgeschädigte. "Auch sie haben ein Recht auf Selbständigkeit." Als Beispiele nannte Steinkirchner Bahnsteige oder Häuser ohne Aufzug. Bürgermeister Manfred Rodde stellte die Arbeit des VdK insbesondere für behinderte Menschen in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Zwischen den Beiträgen spielte Alleinunterhalter Michael Köppl aus Haselbach mit seinem Keyboard Unterhaltungsmusik.

Ehrungen

Bei den Ehrungen überreichten Rodde und Steinkirchner Urkunden und Ehrennadeln, zunächst an die Jubilare des Jahres 2014. Für 25 Jahre Zugehörigkeit wurden Martin Kiener, Udo Hartmann, Heinz Winter, Waltraud Beck, Johann Schieder, Christine Vollath, Roswitha Götz, Rudolf Irlbacher und Josef Forster (alle Schwarzenfeld) geehrt; ebenso Anna Stich, Josef Burger, Josef Eckl, Georg Bauer und Margarete Bauer (alle Schmidgaden), Alois Domeier (Fensterbach), Heinz Dierselhius (Pfreimd), Paula Grundler und Johann Beer (beide Stulln) sowie Barbara Schrott (Schwarzach). Für 30 Jahre Zugehörigkeit wurden Andreas Malterer, Schmidgaden und Josef Schieder, Schwarzach, ausgezeichnet.

Für 25 Jahre Zugehörigkeit im Jahr 2015 wurden Ewald Flierl und Sonja Hermann (beide Fensterbach), Martin Muck, Johann Stangl, Hans Dauscher, Paula Lorenz, Manfred Kochherr, Karl Pürzer und Georg Kleidl geehrt. Für 30 Jahre Josefine Süß (Schwandorf), Rudolf Wifling, Franziska Scheuerer (beide Stulln), Johann Maunz (Schmidgaden), Walter Wagner (Schwarzenfeld) und Franz Steinbacher (Schwarzach). Für 40 Jahre wurden Franz Beck, Artur Hack, Erika Bayerl (alle Schwarzenfeld) gewürdigt. Für 60 Jahre Mitgliedschaft Maria Schrott aus Stulln und zu guter letzt für 65 Jahre Josef Lang aus Schmidgaden.
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