Spender werden

Tobias Klebl hat sich in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei eintragen lassen und wurde als möglicher Spender für einen konkreten Fall bereits angeschrieben. Bild: hfz
Lokales
Schwarzenfeld
11.09.2015
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"Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein": Den Spruch aus der Kampagne der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) haben wohl viele im Gedächtnis. Ein frech dreinblickender Bub ruft dazu auf, sich registrieren zu lassen.

Tobi Klebl (27) aus Schwarzenfeld hat es gemacht. Im Internet füllte er den Fragebogen der DKMS aus, registrierte sich und bekam kurze Zeit später - Anfang 2015 - das berühmte Stäbchen und die Unterlagen zugeschickt. "Das geht echt so einfach, wie es die Werbung verspricht", meint Klebl rückblickend. Mit dem Fragebogen klärt die DKMS im Vorfeld, ob die Interessierten als Spender infrage kommen.

Dass er schon bald danach einen weiteren Brief der DKMS erhalten sollte, damit hat der 27-Jährige nicht gerechnet. "Ich war total überrascht." Er sei in die engere Auswahl gekommen, ein möglicher Spender für einen Patienten auf der Liste, hieß es in dem Schreiben. "Im ersten Moment wusste ich gar nicht, wie mir geschieht." Die Vorstellung, dass es einen genetischen Zwilling geben sollte, war "irgendwie irreal". Dass er auch noch Hilfe braucht, "toppte das Ganze". Seit der Nachricht der DKMS wartet der 27-Jährige. Steht auf Abruf zur Verfügung. "Die Ärzte haben mich informiert, dass ich bis 23. November ,reserviert' bin."

Wer wissen möchte, wie es weitergeht: Oberpfalznetz.de berichtet in unregelmäßigem Abstand über Tobi Klebl. Über die Wartezeit auf den Termin in der Spezialklinik. Über das, was ihn in dieser Zeit bewegt. Und über die Zeit nach dem Eingriff. Denn wie Tobi Klebl es formuliert: "Vielleicht entscheidet sich der eine oder andere auch, mitzumachen, Spender zu werden und eventuell ein Leben zu retten."

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/stammzellen
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