"Stolz, ein Schütze zu sein"

Zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden die beiden Namensvettern Hans Forster, Horst Mösbauer, Gerlinde Biersack, Franz Müller und Josef Simolke (von links).
Lokales
Schwarzenfeld
14.07.2015
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Was 1955 mit einigen Schießsportbegeisterten begann, hat sich in den vergangenen sechs Jahrzehnten zu einem stabilen und geachteten Verein entwickelt. Seit langem spielt er einen wichtigen Part im sozialen und sportlichen Leben des Marktes. Sogar ein Pfarrer ist stolz, einer der "Kleeblätter" zu sein.

(ksi) Schwarzenfeld, Kögl, Irrenlohe und Frotzersricht - das sind die vier Blätter im Symbol der Schützengilde Kleeblatt Frotzersricht, denn von dort kamen die ersten Mitglieder, die sich im Jahr 1955 im Gasthaus Plank in Kögl zur Gründungsversammlung einfanden. Als Schießlokal diente die ehemalige "Kellerwirtschaft". Erster Schützenmeistern (SM) nach der Vereinsgründung wurde Werner Plank. Dem neuen Verein gehörten 17 Personen an. Heute sind es 189.

Dank der Vereinswirtin Babette Held von der "Kellerwirtschaft" wurde ein Grundstück nebenan zur Verfügung gestellt, auf dem dann das heutige Schützenheim seinen Platz gefunden hat. Nach 3089 Arbeitsstunden wurde im August 1959 das Vereinsheim eingeweiht. Bei dieser Gelegenheit wurde unter anderem Josef Lorenz, der Großvater des derzeitigen Nabburger Stadtpfarrers Hannes Lorenz, zum Ehrenmitglied ernannt. Der Verein zählte gerade einmal 60 Mitglieder.

Die Schießstätte wurde mit viel Engagement ständig erweitert und zu einer voll funktionsfähigen Unterkunft mit Klein- und Großkaliberständen sowie einem Erweiterungsbau ausgestattet. Im Jahre 1972 wurden die GK- und KK-Stände in Betrieb genommen. Seit 1992 setzt Schützenmeister Rudi Prebeck mit Ehrgeiz und Elan das Werk seiner Vorgänger fort.

Ganz oben dabei

Noch heute werden Namen wie Luise Meier, Else Neidl und Gerlinde Biersack hoch gehandelt, wenn man sich an sportliche Erfolge auf deutscher Ebene erinnert. Thomas Scharf wurde gar Deutscher Meister in der Schülerklasse, Hans Schieder, Josef Beer und Hannes Lorenz fanden sich in den Siegerlisten bei Deutschen Meisterschaften auf Spitzenplätzen. Aktuelle Deutsche Meister sind die Geschwister Nina und Julian Baehnisch.

Das 50-jährige Jubiläum wurde mit Bürgermeister Manfred Rodde als Schirmherr und Helmut Lehmann als Ehrenschirmherr gefeiert. 2009 wurde das Auflageschießen in das Schießprogramm aufgenommen. Nach zögerlichem Start wurde es ein Renner und ist heute nicht mehr weg zu denken. Für die Sicherheit im Schießsport wurden in der Folgezeit Umbaumaßnahmen vorgenommen. Im Januar 2011 wurde erneut mit einem Umbau begonnen und im April 2011 fand die offizielle Einweihungsfeier mit Pfarrer Hannes Lorenz und Ehrengästen statt. Eine neue Küche wurde eingebaut und das Schützenheim wurde bei einem Tag der offenen Tür vorgestellt. Als vorerst letzte Baumaßnahme wurde das Dach des Schützenheimes restauriert. Zum Auftakt der 60-Jahr-Feier und als Teil der 1000-Jahr-Feier hat der Verein ein Bürgerschießen organisiert.

Als Schirmherr des Jubiläum gratulierte Bürgermeister Manfred Rodde dem rührigen Verein zu seinem Erfolg und nannte ihn "vorbildlich in den Leistungen".

Arnold Kimmerl überbrachte als Stellvertreter des Landrat Grüße. Gauschützenmeister Johann Dirrigl würdigt die Aufgeschlossenheit der Mitglieder bei der Mitarbeit im Gau. "Das Auflageschießen wurde mit Schwarzenfeld ins Leben gerufen, was immer mehr älteren Schützen die Möglichkeit gibt, den Schießsport weiter zu betreiben", hieß es.

Wolfgang Bauer, der Vize-Präsident des Oberpfälzer Schützenbunds, lobte den Zusammenhalt und die dadurch erreichten sportlichen Leistungen. Ehren-Gauschützenmeister Erich Zerbian hob hervor, dass sein Vorgänger Konrad Irlbeck und sein Nachfolger Johann Dirrigl beide "Kleeblätter" sind und Bereitschaft für das Ehrenamt bewiesen hätten.

Pfarrer Hannes Lorenz, selbst Mitglied seit seiner Jugend, erinnerte daran, dass sein Vater und sein Großvater Schützen waren. "Ich bin stolz darauf Schütze zu sein", versicherte er.
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