Trauer um Dr. Peter

Im 86. Lebensjahr ist Dr. Gerhard Peter verstorben. Der gebürtige Schwarzenfelder war wie sein Vater vor ihm viele Jahre Arzt in seiner Heimatgemeinde. 1960 hat er die väterliche Praxis übernommen, die er schließlich 1999 an seine Tochter Christel Luger übergab. Bild: mab
Lokales
Schwarzenfeld
23.01.2015
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Er hat den Berufsstand eines Landarztes mit Leib und Seele für Generationen von Schwarzenfeldern und Bewohnern der Region verkörpert: Dr. Gerhard Peter. Am vergangenen Mittwoch verstarb der geschätzte Arzt im Ruhestand und sympathische "Miesbergler" im Alter von 85 Jahren.

Sicherlich hätte der gebürtige Schwarzenfelder des Jahrgangs 1929 ganze Bücher mit seinen Erlebnissen während seines Wirkens als Doktor und nicht selten als lebenserfahrener Gesprächspartner füllen können. Quasi bereits in die Wiege gelegt wurde dem Sohn des früher ebenfalls in Schwarzenfeld ansässigen Arztes Dr. Paul Peter sein Beruf als Hausarzt, der sein Wirken für Kranke und Hilfesuchende stets als Berufung verstanden hatte und seit 1956 als Mediziner tätig war.

Ob es nun Entbindungen in damals oft schwer erreichbaren Dörfern waren, oder auch ein plötzlicher Unfall, zu dem der langjährige Bereitschaftsarzt gerufen wurde, sein erstes Wohl galt immer den Patienten. Das Rote Kreuz und im Besonderen die Sanitätskolonne seines Heimatortes, hatte mit Dr. Peter einen Kolonnenarzt und Ausbildungsleiter in ihren Reihen, der über sechzig Jahre die Ideale des Gründers vertrat. An seinem 80. Geburtstag wurde Dr. Peter deshalb mit einer besonderen Auszeichnung, der Überreichung der Henry-Dunant-Medaille in Gold, geehrt.

Neben seiner großen Passion, der Jagd, galt sein lebenslanges Interesse aber auch dem öffentlichen und gesellschaftlichen Leben des Marktes und darüber hinaus. Über ein Dutzend Vereine, angefangen vom Heimat- und Verschönerungsverein, der Wasserwacht, über die Feuerwehr bis hin zum Fronberger Kirwaverein und viele mehr, hatten in Dr. Gerhard Peter ein jahrzehntelang treues Mitglied an ihrer Seite. Über sechs Jahre hinweg hatte er als Marktrat von 1972 bis 1978 Gewicht und Stimme für die parteilose Schwarzenfelder Wählergemeinschaft im Gremium.

Anerkennung und Respekt in Trauer für einen der Großen in Schwarzenfeld gehören seiner Ehefrau und den drei Kindern mit ihren Familien. Am kommenden Samstag um 14 Uhr wird in der Marienkirche der Trauergottesdienst mit anschließender Beisetzung stattfinden.
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