Überraschung für Benoist

Christian Benoist (Zweiter von rechts), hier mit Gattin, wurde zum Ehrenvorsitzenden der Siedler ernannt. Vorsitzender Hans-Peter Hierl (rechts) und sein Stellvertreter Rudi Boritzka (links) gratulierten. Bild: mab
Lokales
Schwarzenfeld
16.03.2015
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Wann hört man das schon einmal, dass man "ein Glücksfall" für andere sei? Christian Benoist ist bei der Siedlerversammlung in das Privileg dieses Lobs gekommen.

Seinen ersten Jahresbericht als Vorsitzender der Schwarzenfelder Siedlergemeinschaft stellte Hans-Peter Hierl bei der Jahreshauptversammlung vor. Neben den üblichen Rechenschaftsberichten konnten die Verantwortlichen noch mit einer besonderen Überraschung aufwarten.

Im 75. Jahr ihres Bestehens können die Siedler auf eine stolze Mitgliederzahl von 873 Vereinsangehörigen verweisen. Vorsitzender Hans-Peter Hierl machte in seinem Jahresrückblick deutlich, dass eine ganze Reihe unterschiedlichster Aktivitäten zum Zusammenhalt und Festigung der Vereinsstruktur geführt habe. Meist alljährlich wiederkehrende, teils wöchentlich stattfindende Zusammenkünfte und Ausflüge wurden im Bericht erwähnt.

Nicht bei Weihnachtsmarkt

Abgesagt werden musste erstmals seit vielen Jahren die Teilnahme am Weihnachtsmarkt, da dieses Thema innerhalb der Vereinsführung "nicht ausdiskutiert" war, so Hierl. Ein besonderer Dank für ihr Engagement ging an die Adresse der Austräger der Siedlerzeitung. Erwähnung verdient auch, so der Vorsitzende, der politische Aschermittwoch, bei dem "weniger referiert, dafür aber mehr diskutiert" wurde.

In seinem Ausblick auf das begonnene Jubiläumsjahr war das deutliche Signal zu vernehmen, dass sich die Siedler an markanten Veranstaltungen beteiligen werden. Alleine die Teilnahme am Festzug bedarf noch einer Klärung innerhalb der Vorstandschaft. Überaus großes Lob hatte Hierl für die Leiterin der Frauengruppe, Anneliese Pelikan, parat. Unermüdlich, mit Enthusiasmus und ohne großes Aufsehen zu machen, organisiert sie seit vielen Jahren das Programm der Siedlerfrauen.

Letzter Fahnenträger

"Können wir künftig noch mit einer Fahnenabordnung die Beisetzungen unserer Vereinsmitglieder begleiten?" lautete die Frage in die Runde der Anwesenden. Mit Hans Manner stehe derzeit lediglich ein Fahnenträger zur Verfügung, was zur Situation führt, dass ein akuter Engpass besteht.

Wenig erfreulich die Entwicklung im Bereich der früher so stark vertretenen Siedler-Jugendgruppe. "Die Jugend ruht leider", brachte es der Vorsitzende kurz auf den Punkt, was allgemein bedauert wurde. "Dennoch - zeigen wir auch künftig Präsenz im Markt", forderte Hierl zur aktiven Mitgestaltung der Marktkultur auf. Als Bezirksvorsitzender und früherer Vorsitzender der Schwarzenfelder Siedler beleuchtete Christian Benoist die Gesamtsituation des Verbandes Wohneigentum, so die einheitliche Bezeichnung auch überregional. Von teils massiv zurückgehenden Mitgliederzahlen im Bezirk und teilweise auch von Vereinsauflösungen wusste Benoist zu berichten und machte deutlich, dass Schwarzenfeld diesbezüglich eine Ausnahme darstelle.

Neuer Ehrenvorsitzender

Das Problem von Straßenausbauten mit der Folge der finanziellen Belastung der Anwohner, hat der Verband derzeit auf seiner Agenda stehen. Immer wieder ein örtlich brisantes Thema stellt die Elektrifizierung der Bahnstrecke Regensburg-Weiden dar, so Benoist. Hier dürfe man seitens der Kommune "keinesfalls schlafen" mahnte er an.

Die Überraschung war der Vereinsführung mit einer besonderen Ehrung gelungen. Für seinen Dienst über 22 Jahre hinweg als Vorsitzender der Schwarzenfelder Siedler wurde der frühere Marktrat Christian Benoist zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Zweiter Vorsitzender Rudi Boritzka ging in seiner Laudatio auf die beispielhafte Entwicklung der Gemeinschaft ein und machte deutlich, dass dies in erster Linie ein Werk von Benoist war. Der Bau des Siedlerheimes, in dem der jetzige Ehrenvorsitzende die Aufgabe als Vereinswirt übernommen hat, oder auch die zahlreichen Ausfahrten tragen die Handschrift des amtierenden Bezirksvorsitzenden. "Christian, du bist ein Glücksfall für uns Siedler", dankte Boritzka namens aller Mitglieder.

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften schlossen sich dem offiziellen Teil der Versammlung an.
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