Vereinsheime oder Lager?

Jetzt noch eine Ackerfläche, soll das Areal direkt an den Tennisplätzen einmal Schwarzenfelder Vereinen dienen, die dort Gebäude errichten wollen. Welche Funktion diese Gebäude aber haben sollen, ist noch unklar. Bilder: Dobler (2)
Lokales
Schwarzenfeld
02.10.2015
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Je länger sich die Markträte unterhielten, desto verwirrter wurden sie. Lagerschuppen, Funktionsbauten oder gar Vereinsheime? Was draußen am Sportpark entstehen soll, bedarf noch einer Definition. Darauf konnte man sich schließlich einigen.

Fakt ist, dass der Markt in der sogenannten Südspitze des Sportpark-Geländes noch einen knappen halben Hektar unbebaute Fläche vorhält. Darauf haben die Sportangler und die Schwarzenfelder Gartler begehrliche Augen geworfen, die gerne ein Stück von dem Gelände für Vereinszwecke abhaben würden.

So erhielt der Schwandorfer Architekt Thomas Wein den Auftrag, sich über eine mögliche Bebauung des Areals Gedanken zu machen. Das Problem war für ihn, dass er vorab nicht genau wusste, für wie viele Interessenten er zu planen habe und welche Art von Gebäuden entstehen sollten. So stellte er einige Planalternativen vor, die den Räten gefielen - über die sie aber auch ins Debattieren kamen.

Zwar waren sich alle einig, dass keine Vereinsgastronomie geschaffen werden dürfe, aber darüber hinaus gingen die Ansichten auseinander. Wollen die Vereine richtige Heime haben oder nur Funktionsgebäude (für die Angler etwa einen Platz zum Schlachten der Fische) - oder brauchen sie nur Lagerräume? "Für letzteres wäre die Fläche eigentlich zu schade", hieß es.

Schreiben an die Vereine

Nun sollen die rund 50 Schwarzenfelder Vereine angeschrieben werden, ob sie Bedarf an einem Gebäude in der Südspitze hätten. "Aber wecken Sie bei den Vereinen keine übertriebenen Begehrlichkeiten", bat Planer Wein.

Bekannt gemacht wurden die Räte mit (den wenigen) Einwendungen vor der geplanten Überarbeitung des Bebauungsplanes Schwarzenfeld Süd. Hier geht es um die Möglichkeit, zeitgemäße, energiesparende Architektur zu realisieren und zusätzlichen Wohnraum bei Neubau und Sanierung zu schaffen. Der neue Bebauungsplan wird demnächst noch einmal öffentlich ausgelegt.

Einen Rückzieher machten die Räte, als es um die geplante Aufhebung für den Bebauungsplan Traunricht I ging, der das alte Traunricht umfasst. Man käme nämlich in eine missliche Lage, einen möglichen Lärmschutz an der Autobahn zu torpedieren, wenn der 50 Jahre alte Plan entfallen würde. So kam man überein, den Plan zu modernisieren, aber nicht komplett zu überarbeiten.

Genervt vom Verkehr

Genervt zeigte sich am Ende der Sitzung SPD-Rat Günter Karl, als er beim Tagesordnungspunkt "Anfragen" auf die Verkehrsbelastung für den Markt durch die B-85-Baumaßnahme bei Pittersberg hinwies. "Wie lange dauert das denn noch, das ist doch untragbar", empörte sich Karl. Bürgermeister Manfred Rodde sah Licht am Ende des Tunnels: "Ende Oktober" sei alles fertig.
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