Von Barock bis in die Gegenwart

Der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde unter Leitung von Renate Oppelt (Zweite von rechts) bestritt einen wichtigen Teil der geistlichen Abendmusik in der Christuskirche. Bilder: wgw (2)
Lokales
Schwarzenfeld
22.10.2015
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Beim Kirchweihkonzert "Geistliche Abendmusik in der Christuskirche" zog die evangelische Kirchengemeinde alle Register ihrer musikalischen Möglichkeiten.

Mit einer musikalischen und besinnlichen Stunde beging die evangelische Gemeinde Schwarzenfeld die Kirchweih ihres Gotteshauses. Das Konzert bot den zahlreich erschienenen Gästen ein buntes, facettenreiches Programm mit Musik von der Barockzeit bis in die Gegenwart, das vom Posaunenchor der Gemeinde, geleitet von Renate Oppelt, mit dem "Bläserstück I" von Gustav Gunsenheimer eröffnet wurde.

Junge Solisten

Nach der Begrüßung durch Pfarrerin Heidi Gentzwein waren die Besucher gleich zum Mitsingen des Liedes "Ich lobe meinen Gott" aufgefordert, eingeleitet und begleitet vom Posaunenchor. Es folgten zwei Lieder aus dem Bach-Schemelli-Gesangbuch: "Der lieben Sonne Licht und Pracht" und "Dir, dir Jehova will ich singen", gesungen von Jochen Bink, einem ehemaligen Domspatzen. Die Orgel stand danach als Soloinstrument mit der "Toccata sexta", komponiert von dem süddeutschen Barockmeister Johannes Speth, im Programm. Gespielt wurde das große Instrument von Erwin Oppelt.

Danach begleitete Heinz Prokisch auf der Orgel das "Quartettino für Altflöten und Basso Continuo" von Alessandro Scarlatti (Altblockflöten: Renate und Erwin Oppelt). Im Altarraum erklang darauf von den Blechbläsern jeweils ein Vorspiel und der Choralsatz der Lieder "Herr, deine Liebe" von Ralf Größler und "Ins Wasser fällt ein Stein" von Dieter Wendel.

Wiebke Schieder, derzeit Schülerin der 12. Klasse, spielte danach die Violinsonate I von Francois Duval, begleitet an der Orgel von Erwin Oppelt. Die Sätze "Un peu gay - Allemande la Musicienne - Sarabande - Gavotte la Giroüette" genossen viele Gäste mit geschlossenen Augen. Jetzt waren die Zuhörer nach einem Präludium für Posaunenchor von Raimund Schächer wieder eingeladen, das Lied "Bleib bei mir, Herr" mitzusingen, was sie auch stimmkräftig taten. Nicola Kläs ist aus dem Kirchenchor der Gemeinde hervorgegangen. Sie hat eine Gesangsausbildung durchlaufen und berührte mit ihrer brillanten Mezzosopranstimme die Zuhörer mit César Francks Lied "Panis angelicus", begleitet von E. Oppelt.

Die beiden folgenden Spirituals "Let us break bread together", bearbeitet von Jochen Rieger und "Kumba Ya, My Lord" in einem Satz von Richard Roblee brachte wieder der Posaunenchor zu Gehör. Mit der Choral-Improvisationen Op. 65 "Nun danket alle Gott - Marche triomphale" von Sigfrid Karg-Elert zeigte Erwin Oppelt die neuen Möglichkeiten, die in der erst kürzlich erweiterten Orgel stecken.

Nach dem Schlusssegen waren die Besucher nach lutherischer Tradition noch einmal mit in das Programm eingebunden mit dem Lied "Möge die Straße uns zusammenführen", das der Posaunenchor in einer Bearbeitung von Frank Dörschel spielte.

Der Lohn für die Mitwirkenden bei diesem an Klangfarben reichen Konzert war ein langanhaltender Applaus. Die freiwilligen Spenden der Zuhörer sollen notleidenden Flüchtlingen zugute kommen.
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