Vor der Jubiläumskirwa

Fritz Kristel vom Bergchor restaurierte mit einigen Chorkollegen liebevoll das Modell der Miesbergkirche, das vor 25 Jahren entstand und nun aus seinem Dornröschenschlaf geweckt wurde. Es wird beim historischen Festzug am Sonntag zu sehen sein. Bild: mab
Lokales
Schwarzenfeld
03.09.2015
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Zu einem besonderen Kirchweihwochenende und insbesondere zu einem Festzug, wie es ihn seit einem viertel Jahrhundert im Ort nicht mehr gegeben hat, lädt der Markt die Bewohner von Schwarzenfeld und darüber hinaus ab Freitag ein.

Am morgigen Freitag erwartet die jungen und jung gebliebenen Partyfans mit Partystar Mickie Krause im Festzelt ein besonderer Event. "Über 2000 Besucher fasst das diesjährige Zelt, das eine Dimension wie nie zuvor hat", erläuterte Festwirt Gerhard Böckl.

Mit dem traditionellen Standkonzert am "Platz am Kreuz" am Samstag um 18 Uhr, dem Einzug der Vereine und der Mandatsträger in das Bierzelt und dem anschließenden Bieranstich setzen sich die Festivitäten der Jubiläumskirwa fort. Die Schwarzenfelder Musikkapelle begleitet und eröffnet diesen Abend mit bodenständiger Blasmusik, bevor die "Rotzlöffl" das Zelt mit ihrem unverwechselbaren Sound und Repertoire zum Brodeln bringen.

Farbenfroh durch den Ort

Den eigentlichen Patroziniumstag, den Sonntag, prägt - neben den festlichen Gottesdiensten um 8.30 Uhr in St. Dionys und um 10.30 Uhr mit dem gebürtigen Schwarzenfelder Pfarrer Hannes Lorenz - besonders der große historische Festzug. Er beginnt um 14 Uhr (Aufstellung um 13.30 Uhr) in der Karl-Knab-Straße. Über 1200 Mitwirkende, acht Musikkapellen, fünf Pferdegruppen und dreizehn historische Feuerwehrgefährte sorgen für ein Groß-Ereignis. Pferdegespanne, etwa eine historische Postkutsche, aber auch Reiter der ehem. Königlich-Bayerischen Kavallerie, sorgen für farbenfrohen Augenschmaus. Über dreißig Festwägen, Fahnenschwinger, Goißlschnalzer und Böllerschützen werden über die Distanz des Zuges von gut 2,5 Kilometer durch den Ort ziehen.

Das Kernteam hat sich in der Vorbereitung zur Jubiläumskirwa mit einem individuellen Festabzeichen etwas Besonderes einfallen lassen. Die Festdamen der Feuerwehr Schwarzenfeld kümmern sich vor und während des Zuges um den Verkauf zum Preis von zwei Euro das Stück. Der Sammlerwert ist jetzt schon nicht zu unterschätzen.

Die Wette gilt

Ob es Schwarzenfeld schafft, mit 1000 "Neue-Tag-Hütchen", gefaltet aus Exemplaren der Heimatzeitung, nach dem Festzug im Bierzelt zu erscheinen, wird sich um 17 Uhr am Sonntag herausstellen. Bürgermeister Manfred Rodde sagt "Ja" und kann im Falle des Gewinnens 1000 Euro für den Markt als Spende des Verlagshauses mit nach Hause nehmen. Bis zum großen Brillantfeuerwerk um 22 Uhr wird die Musikkapelle Schwarzenfeld im Festzelt unterhalten und sicherlich mit Zugaben nicht sparen.

Am "Platz am Kreuz" befindet sich am Sonntag ein Sonderpostamt der Briefmarkenfreunde Schwandorf, das mit einem Sonderstempel aufwarten kann (geöffnet von 10 bis 17 Uhr). Dazu passt die Postkutsche, die dort ihren Stellplatz hat.

Am traditionsreichen Kirwamontag, am Tag der Betriebe und Vereine, sorgen die "Breznsalzer" wie gewohnt für Stimmung und lassen die Jubiläumskirchweih bei hoffentlich vollem Festzelt ausklingen.

Auf Einladung von Brauerei und Festwirt Gerhard Böckl und Partnern wurde im Gasthaus Deml in Deiselkühn das erste Fass Kirwabier aus der Familienbrauerei Naabeck angezapft und mit der Note "hervorragend" bedacht. Bernsteinfarben und bekömmlich - da ließ sich nach dem ersten Schluck schon das Urteil der Räte erahnen: "Des schmeckt!" Mit einem Alkoholgehalt von 5,3 Prozent und einer Stammwürze von 13,2 Prozent gilt dieses Bier als gelungener Jubiläumstropfen.
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