Wandern mit Promi-Bonus

Beste Stimmung herrschte beim Autogramm-Geben. Wer wollte, konnte in den Hut Geld als Spende für die Mukoviszidose-Hilfe legen.
Lokales
Schwarzenfeld
05.10.2015
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Der Wandertag war ein Erfolg. Nicht nur für Franz Kummetsteiner und seinen rührigen Wanderverein, sondern auch für den Kampf gegen die Krankheit Mukoviszidose. Einen wichtigen Anteil an dem guten Ausgang der Großveranstaltung hatte eine Berühmtheit aus München.

(td) Als der schwarze BMW Samstagvormittag in den Pausenhof der Schule einbog, signalisierte sein Nummernschild "M-AY 5000" schon von weitem, dass der heiß ersehnte Ehrengast endlich da war. Am Steuer saß die Schauspielerin Michael May, auf dem Beifahrersitz ihr Mann, der Fernsehregisseur Bernd Schadewald. "Normalerweise fährt er, aber er wurde vor einigen Tagen an der Hand operiert", erzählte die gut gelaunte Münchnerin dem kleinen Empfangskomitee, während Schadewald schmunzelnd seine bandagierte Linke hochhielt.

Wie sich zeigte, war der Abstecher nach Schwarzenfeld nicht das erste Mal, dass Michaela May in der Marktgemeinde zu Gast war. Vor fünfeinhalb Jahren hatte sie sich anlässlich eines Bezirkswandertages schon einmal die Ehre gegeben. Damals wie heute ging es nicht allein um die sportliche Betätigung, sondern vor allem um die öffentlichkeitswirksame Hilfe für den Kampf gegen die tückische Erbkrankheit Mukoviszidose. "Der Begriff bedeutet so viel wie zäher Schleim, der sich auf die Lunge legt und sie blockiert. Früher sind die Menschen daran noch im Kindesalter gestorben", erklärte May.

Dass es heute nicht mehr so ist und sich die Lebenserwartung der Betroffenen um mehrere Jahrzehnte erhöht hat, liegt am medizinischen Fortschritt und an Leuten wie Michaela May, die dem Verein "Mukoviszidose" helfen, Geldmittel zu besorgen. Hundertausende von Euro kommen gerade über Wandertage wie dem Schwarzenfelder zusammen, deren Erlöse gespendet werden. Mit diesen Summen lässt sich etwas bewegen für die Kranken und die Erforschung der Krankheit.

Wegen ihres ehrenamtlichen Einsatzes hat die Schauspielerin die Titel "Schirmherrin" und "Schutzengel" vom Verein "Mukoviszidose" erhalten, der in Bonn seine Zentrale hat und in der Oberpfalz von dem Ehepaar Susanne und Marc Auffenberg vertreten wird. Die beiden Regensburger hatten in der Schwarzenfelder Schule einen Infostand aufgebaut. "Unser Sohn leidet auch an Mukoviszidose", verriet Susanne Auffenberg. Und dass die Therapie mit Inhalationen, Krankengymnastik und vielen Medikamenten gerade für Kinder kein Zuckerschlecken sei. Manchmal helfe sogar nur noch eine Lungentransplantation.

Die Zusammenarbeit der deutschen Wanderer und der Mukoviszidose-Hilfe ist schon zwei Jahrzehnte alt. Der Schwarzenfelder Wanderverein engagierte sich heuer das vierte Mal für diese gute Sache, und so verwunderte es nicht, dass Vorsitzender Kummetsteiner und seine kleine, aber fleißige Truppe von den anwesenden Wanderern und der Lokalprominenz viel Applaus erhielten. Und nicht nur das: Die Menschen spendeten ansehnliche Summen in den Hut der Schauspielerin, der zu diesem Zweck auf einem der Biertische in der Aula der Schule lag, während sie daneben Autogramme gab. Sie war ganz begeistert: "Das kommt nicht so oft vor, dass so viele große Scheine in den Hut gelegt werden - danke, Schwarzenfeld!"

Schöne Eindrücke

Spendengeld dabei hatten in Form von Schecks auch Bürgermeister Manfred Rodde, der als Schirmherr des Wandertags fungierte, Arnold Kimmerl als stellvertretender Landrat und die Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder. Der Wanderverein selbst spendierte das Startgeld der Teilnehmer am Wandertag, so dass am Ende eine ansehnliche vierstellige Summe zusammenkam.

Und was nahmen nun Michaela May und Bernd Schadewald von ihrem Ausflug ins Herz der Oberpfalz mit? Neben der herzlichen Aufnahme durch die Gastgeber zumindest einige sehr schöne Eindrücke vom sonnenbeschienenen Ort, durch den Kummetsteiner das prominente Paar und einige Mitwanderer vom Präsidium des überregionalen DVV (Deutscher Volkssportverband) führte. Er zeigte ihnen die Miesberg-Allee mit ihren Lindenbäumen, die Klosterkirche und ihre reiche Innenausstattung sowie die Barbara-Kanzel samt beeindruckendem Blick über das Naabtal. Von dort ging es auf dem Kreuzweg des Miesbergs in Richtung Bergstraße und wieder zurück zur Schule.

Der Weg war nicht weit, aber angenehm zu gehen, und er bot Zeit für angeregte Unterhaltung. Am Ende waren sich alle einige: Die Schauspielerin und der Regisseur sind freundliche und umgängliche Leute, offen und interessiert und sehr leger. Man würde sich wünschen, dass sie bald einmal wiederkommen.
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