Wasser: Suche nach Lösungen

Der Wasserverbrauch im Markt steigt stetig an. Um die Versorgung in Zukunft zu gewährleisten, ist ein neuer Brunnen in der Freihölser Senke im Gespräch. Bild: Götz
Lokales
Schwarzenfeld
27.03.2015
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Die Wasserversorgung des Marktes ist gesichert. Der Verbrauch steigt allerdings seit Jahren stetig. Hauptgrund ist ein Großabnehmer. Deshalb wird sich der Marktrat über kurz oder lang Gedanken machen müssen, um die benötigten Mengen auch in Zukunft sicherstellen zu können.

Der Markt gewinnt sein Wasser in den beiden Flachbrunnen "Im Mies" und zwei Tiefbrunnen im Wasserschutzgebiet Irrenlohe, das er gemeinsam mit der Stadt Schwandorf betreibt. Bürgermeister Manfred Rodde legte dem Marktrat bei dessen Sitzung am Mittwoch die Fördermengen dar. Sie zeigen eine Steigerung beim Verbrauch von 599 334 Kubikmetern im Jahr 1999 bis zu 1 563 514 Kubikmeter im vergangenen Jahr.

Davon kamen alleine rund 1,34 Millionen Kubikmeter aus dem gemeinsamen Wassergewinnungsgebiet, was dem Markt prompt Post aus der Großen Kreisstadt einbrachte. In dem Schreiben, das der Redaktion vorliegt, moniert Schwandorf, dass die vereinbarte Entnahmemenge von 1,2 Millionen Kubikmetern nun bereits zum zweiten Mal überschritten worden sei. Dort geht man deshalb davon aus, dass sich der Markt ernsthaft um Lösungen bemüht, "die eine Einhaltung der Vereinbarung spätestens ab dem Jahr 2016 wieder ermöglichen".

Der Markt hat deshalb bei seinem Wasserpartner angefragt, ob es ginge, die beiden Schwandorfer Brunnen in Irrenlohe und einen Schwarzenfelder Brunnen zu verbinden, um die Versorgungssicherheit auch weiterhin sicherstellen zu können. Dieser Vorschlag stieß bei der städtischen Wasser- und Fernwärmeversorgung nicht auf offene Ohren. Theoretisch sei das zwar möglich, teilte deren Leiter Walter Zurek mit, es führe aber zu einem größeren technischen Aufwand und einer Einschränkung der Nutzungszeiten für Schwandorf. Er brachte stattdessen den Bau einer Trinkwasserleitung zwischen Münchshöf und Deiselkühn ins Gespräch. Eine derartige hätte es schon früher gegeben. Sie sei zum Teil sogar noch vorhanden.

Großabnehmer der Grund

Zurück zur Marktratssitzung: Bürgermeister Rodde führte den derart gestiegenen Verbrauch auf einen Großabnehmer zurück. Nach dessen Prognose wird er in den kommenden Jahren noch mehr Wasser brauchen. Jetzt lässt der Markt zunächst den zukünftigen Wasserverbrauch durch ein Ingenieurbüro ermitteln. Allerdings sei wegen der Prognose des Großverbrauchers mit großer Sicherheit ein neuer Brunnen erforderlich. Er könnte - so der Vorschlag eines Experten - im Umfeld des jetzigen Gewinnungsgebietes bei Irrenlohe in der Freihölser Senke entstehen. Das Thema kommt wieder auf die Tagesordnung des Marktrates, wenn die Bedarfsprognose vorliegt.

Einstimmig beschloss das Gremium im Anschluss, den seit 1964 rechtskräftigen Bebauungsplan "Traunricht I" aufzuheben. Das Gebiet ist bereits größtenteils bebaut. Außerdem war der Plan nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Bautechnik.

Aufträge für Sanierung

Wie Bürgermeister Manfred Rodde aus der vergangenen nichtöffentlichen Sitzung bekanntgab, erteilte das Gremium den Auftrag für die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Asbach-Schwaig und den Bau von Parkplätzen am Martin-Luther-Platz. Die Straßen- und Tiefbauarbeiten übernimmt die Firma Schatz aus Schwarzenfeld für 38 634,17 Euro. Bei den Asphaltbauarbeiten bekam die Firma Huber aus Rötz für 121 448,66 Euro den Zuschlag als wirtschaftlichster Bieter.
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