Zum Jubiläum ins Schwarze

Lokales
Schwarzenfeld
03.06.2015
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Im Jubiläumsjahr der Marktgemeinde hat auch die Schützengilde "Kleeblatt" Frotzersricht etwas zu feiern - ihr 60-jähriges Bestehen. Am Wochenende ist deshalb ein Bürgerschießen angesetzt. Damit bringt sich der Verein in das Jubiläum des Ortes ein.

Mit dem Bürgerschießen vom 5. bis 7. Juni, also von Freitag bis Sonntag, sind die Vereine und Gruppen eingeladen, den Schießsport kennenzulernen und sich untereinander zu messen. Jede teilnehmende Mannschaft bekommt einen Preis, die besten drei zusätzlich Freibier. Eine Mannschaft besteht aus mindestens fünf Personen. Der Schütze mit dem besten Blattl, also dem "goldenen Schuss" am nächsten der Mitte, bekommt ebenfalls einen Preis - und die neu gemalte Bürgerscheibe. Beteiligen können sich nur Personen, die keine aktiven Schützen sind.

Weitere Infos erteilt Werner Irlbeck, Telefon 0170/9629 723. Schießzeiten sind Freitag Abend, Samstag Nachmittag und Sonntag bis 15 Uhr.

Die Preisverleihung ist Sonntag, 7. Juni, um 17 Uhr. Schirmherr für diese Veranstaltung ist Bürgermeister Manfred Rodde. Wer mittags schon kommt, bekommt am Sonntag Wildgulasch serviert, nachmittags Kaffee und Kuchen. Im übrigen sind auch Kinder willkommen. Für sie wird vor dem Schützenheim das Spielmobil des Kreisjugendrings stehen, es gibt ein Kinderschminken und einen "Lebend-Kicker".

Warum "Kleeblatt"?

Warum hat die Schützengilde den Namen "Kleeblatt" im Namen? Die Gründungsmitglieder wollten allen Interessierten aus den vier Orten Schwarzenfeld und den drei Nachbargemeinden Kögl, Frotzersricht und lrrenlohe die Möglichkeit zur Ausübung des Schießsports schaffen.

So taten sich 1955 sieben Männer zusammen, um den Verein zu gründen. Bei der ersten Generalversammlung 1956 war die Mitgliederzahl schon auf 17 angestiegen. Ein stete Aufwärtsentwicklung setzte ein, schon zwei Jahre später verfügte man über eine eigene Schießstätte. Die Großkaliber- und KK-Stände wurden errichtet. Sportlich ging es steil bergauf. 1979 und 1980 nahmen die Damen an der Deutschen Meisterschaft in München teil. Sie belegten den zweiten und dritten Platz. 1983 wurde mit Thomas Scharf der Deutsche Meister im Luftgewehr gestellt. 1993 begann dann der An-, Um- und Erweiterungsbau des Schützenheimes. Durch den furchtbaren Amoklauf in Erfurt im Jahre 2002 kamen auf die Vereine neue Gesetze und Verordnungen in Bezug auf die Waffensicherheit zu. Der Verein hat ihnen umgehend Rechnung getragen.

Als Vereinslokal wurde der damalige Kellerwirt ausgewählt. Schon nach einiger Zeit hat die Firma Buchtal eine Baracke als Schützenheim zur Verfügung gestellt. Heute steht eine nach allen Belangen erforderliche Schießstätte am selben Platz. Idealismus und Einsatzwillen sind bis heute das Markenzeichen der Schützen, ob bei Erweiterungen der Schießständen bei Klein- und Großkaliber und den Erweiterungsbau am Schützenheim. Zu den Garanten für den Schießsport bei den Kleeblättern gehörte der zwischenzeitlich verstorbene Ehrenschützenmeister Karl Götz sen. und heutzutage der noch amtierende Schützenmeister Rudi Prebeck. Im sportlichen wie auch im gesellschaftlichen Bereich ist der Verein angewachsen, derzeit zählt er um die 200 Mitglieder.

Am 10. Juli findet ein Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder statt und am 11. Juli 2015 ist der Kommersabend im Schützenheim. Auch diese Ehrungen werden in die 1000-Jahr-Feier des Markts Schwarzenfeld eingebettet.
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