Bürgerversammlung 2016
Kritische Nachfragen

Im vergangenen Sommer wurde der Bahnübergang neu gestaltet. Viele, vor allem aus der Ruit-Siedlung, hätten sich eher eine Unter- oder Überführung gewünscht. Archiv-Bild: Dobler
Politik
Schwarzenfeld
04.02.2016
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Die Bürgerversammlung war auch ein Ort, Fragen zu stellen. Dabei ging es um Themen, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Es gab Kritik, aber auch Lob zu hören.

Ein Kompliment hatte beispielsweise FC-Vorsitzender Rolf Görner auf Lager. Wie Bürgermeister Manfred Rodde vor ihm urteilte er, Schwarzenfeld habe sich im Jubeljahr "hervorragend präsentiert".

So ein Jubeljahr kann man nicht wiederholen, aber einen Neujahrsempfang mit Ehrungen schon. "Warum gab es da keine Fortsetzung?", wollte Görner wissen. Was Rodde zu der für Erheiterung sorgenden Aussage führte: "Der Wunsch danach war da, aber konkret wurde nichts gemacht."

"Situation untragbar"


So schnell wie möglich fertig werden soll laut Bürgermeister auch der von Görner und anderen Vereinsverantwortlichen sehnlichst erwartete, überfällige "Informierte Bürger", also das Infoblatt der Gemeinde mit seiner Terminübersicht.

"Die Situation ist untragbar", befand Maria Dörfler und sie meinte damit den sanierten Bahnübergang, der die Ruit-Siedlung mit Schule, Kindergärten und Einkaufsmöglichkeiten verbindet. "Die Ruit ist vom Ort abgeschnitten, ich wäre für eine Unterführung." 100 Unterschriften der Siedler habe sie schon zusammen. Besonders regt sie auf, dass die neuen Schranken unten keine Lamellen mehr besitzen: "Ein Kind mit Tretroller radelte schon unter der Schranke durch." Eine Unter- oder Überführung der Gleise wird so schnell nicht kommen, betonte der Bürgermeister. "Wir nehmen es aber auf die Tagesordnung, wenn es die Elektrifizierung der Strecke nötig macht." Erst dann müsse nämlich die Bahn die teuere Baumaßnahme komplett bezahlen; vorher wäre die Gemeinde mit einem Drittel der Kosten dabei - die in die Millionen gehen könnten.

Appell an Hundehalter


Thema wurde auch der Forsterweiher, auf dessen positive Entwicklung als "Naherholung Nord" vorab schon der Bürgermeister hingewiesen hatte. "Hundehalter lassen ihre Tiere dort baden, Kot ist im Sand", klagte Maria Dörfler. Rodde sah seine Hände gebunden. "Ich appelliere an die Vernunft der Hundehalter", sagte er.

Thema Häuslweg


Der Häuslweg, der den Irrenloher Damm mit der Amberger Straße verbindet, stand im Mittelpunkt zweier weiterer Wortmeldungen. "Dort ist immer mehr Verkehr", bedauerte Anwohner Bernd Lange. Darauf wies auch Herbert Brunner hin. "Es gibt zwei Zufahrten zum Wohngebiet Flora", betonte er außerdem, "über den Häuslweg und bei der Aral-Tankstelle - und dort wird es oft eng". Ihm antwortete der Bürgermeister, dass ein Kreisverkehr das Abbiegen erleichtern könnte. Er versprach: "Dieses Thema wird weiter verfolgt."
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