CSA-Bezirksvorstand tagt
Rentenreform mit Augenmaß

Der Bezirksvorstand der CSA fordert einen Unterschied zwischen Rente und Mindestsicherung. Bild: ral
Politik
Schwarzenfeld
15.10.2016
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Eine Rentenreform "mit sozialem Augenmaß" fordert die Arbeitnehmer-Union CSA. Bei der Bezirkstagung in Schwarzenfeld lag das Positionspapier des Landesverbandes auf dem Tisch.

Der Bezirksvorstand der CSA-Oberpfalz traf sich in den Miesbergstuben. Die Versammlung wurde vom stellvertretenden Bezirksvorsitzenden, Michael Wiederer geleitet. Hauptthema war die Rentenreform. Laut Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung von 2015 sinkt das Rentenniveau bis zum Jahre 2029 auf 44,6 Prozent ab, während in Österreich beispielsweise langfristig ein Niveau von gut 68 Prozent gehalten werden soll. Durch das Absinken des Rentenniveaus werden in Zukunft mehr Rentner Sozialhilfe beanspruchen müssen.

Es könne nicht hingenommen werden, dass das Existenzminimum ständig angeglichen werde, das Rentenniveau hingegen sinke, betonten die CSA-Vertreter. Deshalb fordert die CSA eine umfassende Reform des Rentensystems mit dem Ziel, das Niveau deutlich zu erhöhen. Dabei müsse ein angemessener Abstand zwischen beitragsfinanzierten Renten und der Mindestsicherung gewahrt werden. "Der Unterschied muss spürbar sein, ob man jahrzehntelang in die Rentenkasse einbezahlt hat oder nicht".

150 Euro mehr


Als angemessenen finanziellen Abstand von der Mindestsicherung betrachtet die CSA mindestens 150 Euro pro Monat für langjährige Beitragszahler (ab 30 Beitragsjahre). Die Einführung der staatlich geförderten privaten Zusatzrente habe nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. Nicht einmal die Hälfte der Bürger sorge privat für das Alter vor. Private Vorsorge könne die staatliche Rente nur ergänzen, nicht ersetzen. Der gesetzliche Anteil an der Rente müsse im Zentrum der Überlegungen stehen.

Die Forderungen der CSA stellte Wiederer prägnant dar. Es gelte attraktive Rahmenbedingungen für die betriebliche Altersvorsorge sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber zu schaffen und die sogenannte Riester-Rente weiterzuentwickeln. Bei der Mütterrente solle ein drittes Beitragsjahr anerkannt und damit Gerechtigkeit für die Mütter geschaffen werden, deren Kinder vor 1992 geboren sind. Verbessert werden müsse die Situation bei den Erwerbsminderungsrenten. Eine besonders dramatische Entwicklung ergebe sich häufig bei dauerhaft erkrankten Menschen, die auf Erwerbsminderungsrente angewiesen sind. Deshalb seien die Abschläge bei der Erwerbsminderungsrente von 10,8 Prozent stufenweise zu reduzieren.

Keine Lebensleistungsrente


Selbständige, die nicht in einem berufsständischen Versorgungswerk pflichtversichert sind, müssten in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden. Wiederer wandte sich gegen eine Lebensleistungsrente und plädierte für eine nachhaltige Alternative, beispielsweise die Rente nach dem Mindesteinkommen.

Der Unterschied muss spürbar sein, ob man jahrzehntelang in die Rentenkasse einbezahlt hat oder nicht.CSA-Bezirksvorstand zur Rentenreform
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